Sanierungsarbeiten der Harpstedter Straße in Stuhr verzögern sich

„Das schreckt die Leute ab“

In vollem Gange: die verschiedenen Arbeiten an der Harpstedter Straße. Fotos: Jantje Ehlers

Stuhr/Gr. Mackenstedt - Von Lara Terrasi. Seit dem 25. Februar wird die Fahrbahn der Harpstedter Straße (K 110) in der Gemeinde Stuhr saniert. Dieses Vorhaben ist in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Der erste Abschnitt befindet sich zwischen der Kreuzung Delmenhorster Straße/Harpstedter Straße und dem Bahnübergang in Groß Mackenstedt. Dort sollten laut Pressemitteilung des Landkreises sowohl die Fahrbahnrinnen als auch Teile des Gehwegs an der Harpstedter Straße erneuert werden (wir berichteten).

Vom 16. bis zum 18. März wollte die Straßenbaufirma BTS Bochnig & Müller aus Bassum mit den Fräsarbeiten und dem Asphalteinbau beginnen. Doch diese Aufgaben verzögern sich aus „technischen Gründen“. „Es fehlt noch die behördliche Genehmigung zur Entsorgung des Asphaltes“, erklärt Thomas Müller von der Baufirma. Aus diesem Grund würden die Arbeiten auf den Zeitraum vom 6. bis zum 8. April verschoben. Bereits im Vorfeld sei es zu Verzögerungen der Sanierung in Groß Mackenstedt gekommen. „Die Gehweg- und Pflasterarbeiten sind dann doch mehr geworden“, begründet Müller. Des Weiteren sei es krankheitsbedingt zu Verzögerungen gekommen. Volker Sangmeister von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr des Geschäftsbereichs Nienburg sagt, dass trotz der Verzögerungen des ersten Bauabschnitts parallel an der Nebenanlage weitergearbeitet werde. Es herrsche also kein Baustillstand.

Die Verzögerung der Fräsarbeiten begründet er damit, dass das Ausbaumaterial der Firma entsorgt werden müsse, da es schadstoffbelastet sei. Dies müsse daher auf zertifiziertem Weg geschehen. „Der Deponiebetreiber hat zusätzliche Unterlagen von uns gefordert, die wir erst noch besorgen müssen“, erklärt Sangmeister. „Wenn die Firma am Montag mit den Fräsarbeiten angefangen hätten, hätten sie eventuell noch nicht alle nötigen Unterlagen gehabt. Das Risiko war zu groß. Deswegen haben wir in Übereinstimmung gesagt, dass wir das Ganze etwas verschieben.“

Sangmeister geht davon aus, dass der erste Bauabschnitt spätestens am 17. April beendet sei. Die Fräs- und Asphaltierarbeiten sollen zwar schon am 9. April fertig sein, „aber dann kommen sicherlich noch ein paar Restarbeiten dazu. Die Markierungen fehlen beispielsweise noch. Und bei schlechtem Wetter kann es auch zu weiteren Verzögerungen kommen.“

Wann mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen werden könne, könne Sangmeister nicht genau sagen. Aber er könnte sich um zwei Wochen verzögern. „Damit beginnen wir aber, sobald die Asphaltierarbeiten abgeschlossen sind.“ Der zweite Bauabschnitt umfasst eine Strecke von fast zwei Kilometern. Die Fahrbahn solle laut Mitteilung zwischen der Kreisgrenze zu Oldenburg bis auf Höhe „Zur Malsch/Eggeseer Straße“ in Stuhr erneuert werden. Sebastian Willen, Inhaber der dortigen Avia-Tankstelle, sieht die Verzögerung problematisch, weil er seinen Mitarbeitern für die drei Tage, in denen die Fräsungsarbeiten vonstatten gehen sollten, im Voraus freigegeben hatte. „Ich bin ein bisschen im Zwiespalt. Der neue Termin ist direkt die Woche vor Ostern. Wenn die dann nicht rechtzeitig fertig werden oder das Wetter nicht mitspielt, dauert das alles noch länger“, sagt er. „Eigentlich sollte hier am 20. März alles eingepackt werden. Und am 23. sollte es dann mit dem zweiten Bauabschnitt weitergehen. So war ja mal die Vorausplanung. Jetzt soll ja erst am 6. April hier überhaupt gefräst werden.“ Die Baustellenwagen würden dann wahrscheinlich dort stehen bleiben. „Das schreckt die Leute natürlich ab“, so Willen. In diesem Zeitraum müsse er seine Tankstelle dann zwangsläufig schließen. Der Bauleiter habe ihn jedoch persönlich über die Verzögerungen informiert. Das Verhältnis zueinander sei gut. Ohne eine Antwort vonseiten der Gemeinde oder des Landkreises könne die Baufirma aus seiner Sicht auch nicht viel machen. „Die sind da auch auf die nächsten Anweisungen angewiesen.“

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