Spezialkräfte im Einsatz

Schock am Morgen: Unbekannte sprengen Geldautomat in Brinkum

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In der SB-Filiale der Volksbank ist der Geldautomat gesprengt worden

Brinkum - Schock am frühen Montagmorgen: Durch die Sprengung eines Geldautomaten sind Anwohner der Syker Straße in Stuhr-Brinkum aus dem Schlaf gerissen worden. Gegen 3.20 Uhr hatte der Alarm der Volksbank-Filiale ausgelöst, teilt die Polizei mit.

Die eintreffenden Beamten stellten fest, dass unbekannte Täter den Automaten durch Gaseinleitung gesprengt hatten. Die Unbekannten waren in der Zwischenzeit jedoch geflüchtet. Laut Zeugenaussagen gehen die Ermittler im Moment von mindestens zwei Tätern aus, die nach der Sprengung zu Fuß geflüchtet seien, erklärte Polizeisprecher Thomas Gissing am Morgen.

Da unklar war, ob weiteres Gasgemisch aus den zurückgebliebenen Flaschen ausströmte, räumten die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr die drei Wohnungen, die sich über der Bank befinden.

Gas-Gefahr: Spezialkräfte der Feuerwehr vor Ort

Um weitere Gefahren auszuschließen, wurde die Messgruppe Nord der Kreisfeuerwehr angefordert, die in Barrien und Sudweyhe beheimatet ist. Nach Messungen unter Atemschutz sowohl in der Filiale als auch in den darüber liegenden Wohnungen, gaben die Spezialkräfte Entwarnung, so Matthias Thom, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr.

Die Wehrleute aus Brinkum stellten den Brandschutz sicher. Das DRK übernahm die Betreuung der evakuierten Bewohner des Gebäudes. Von der Feuerwehr waren rund 30 Kräfte im Einsatz.

Die Polizei leitete umgehend eine Fahndung nach den Tätern ein.

Hubschrauber sucht nach Geldautomaten-Sprengern

Bei der Fahndung nach den flüchtigen Tätern bekamen die Polizisten aus dem Landkreis Diepholz Unterstützung von Bremer Kollegen. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Allerdings blieben die Maßnahmen bislang erfolglos.

Die Anwohner konnten inzwischen wieder in ihre Wohnungen. Die Polizei ist am Morgen noch auf Spurensuche und mit der Tatortaufnahme beschäftigt. Laut Polizeisprecher Thomas Gissing werden die Spezialisten aus Diepholz wohl den ganzen Vormittag benötigen, um alle Spuren vor Ort zu sichern.

Deshalb könne er - Stand 8 Uhr - noch keine Angaben machen, ob und wenn ja, in welcher Höhe die Täter Beute gemacht haben.

Sprengungen von Geldautomaten auf Rekordniveau

In Niedersachsen ereignen sich immer wieder Geldautomaten-Sprengungen. Anfang Februar ist ein Automat in Stelle im Landkreis Harburg gesprengt worden. Die Täter gingen jedoch leer aus. Die Taten erreichten im Jahr 2018 einen Rekordwert. Laut Landeskriminalamt machten sich Täter an 54 Geldautomaten zu schaffen. 37 Mal blieben die Täter erfolglos.

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