EWE kann mit neuem Knotenpunkt von bis zu 100 Mbit/Sekunde liefern

Schnelles Internet für weitere 90 Haushalte

Ralf Glaubitz (l.) und Sven Schmitz präsentieren den neuen Kabelverteiler für schnelles Internet. - Foto: Schritt

Stuhr - Von Sigi Schritt. Ab Oktober können in Heiligenrode mehr als 90 Haushalte vom schnellen Internet mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde (Mbit) profitieren. Das haben gestern Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier und Vertreter der Unternehmen SWB und EWE im Rathaus bekanntgegeben.

Per Verteiler sind Anwohner der Heiligenroder Straße und Breslauer Straße an die Datenautobahn angeschlossen. Es geht aber auch um die Grundstücke „Am Walde“, „Am Kindergarten“, „Am Wiesengrund“, „An der Wassermühle“, „Nonnengang“ und Teile der Straßen „Zur Malsch“ und „Fanger Straße“. Das Unternehmen SWB hat jetzt den neuen Kabelverteiler, der sich an der Heiligenroder Straße in der Nähe der Sparkasse befindet, in Betrieb genommen. Er ist nun in das konzerneigene Glasfasernetz integriert. Davon gibt es in Stuhr 25.

Für die Übertragungsgeschwindigkeit ist laut Sven Schmitz, Geschäftsführer der kommunalen Energiespargesellschaft in der SWB-Gruppe, allerdings die sogenannte letzte Meile ein entscheidender Faktor. Denn ab diesem Knotenpunkt werden die Daten noch auf herkömmliche Art und Weise in die Häuser transportiert: per Kupferleitung. „Für den Upload sind immerhin Geschwindigkeiten von bis zu 40 Mbit/Sekunde möglich“, so Schmitz. Diese Übertragungsrate sei durch die Zusatztechnologie Vectoring möglich.

„Beruflich wie privat ist eine schnelle Internetverbingung als Standortfaktor von größter Wichtigkeit“, sagt der Wirtschaftsförderer. Er freut sich, dass die Datenautobahn in der Kommune von den Marktteilnehmern wie beispielsweise SWB und EWE und auch der Telekom ständig weiterentwickelt werde. So komme man den Endpunkten immer näher. Schnellere Verbindungen seien im Rahmen der DSL- und Vectoring-Technik derzeit nicht möglich. Das kann sich in ein paar Jahren ändern, wenn zwischen den Häusern und dem Kabelverteiler Glasfaserleitungen gezogen werden.

„Die Nachfrage nach schnellen Internetverbindungen wächst ständig“, ist sich Ralf Glaubitz sicher. „Social-Media- oder Cloud-Anwendungen werden immer beliebter.“ Außerdem wachse die durchschnittliche Anzahl der Nutzer pro Haushalt.

„Studien zufolge verdoppelt sich der Bandbreitenbedarf mittlerweile bereits alle drei Jahre“, so Glaubitz. Weitere Haushaltsgeräte und sogar Wasserhähne würden internetfähig, prognostiziert er. So verbinden sich jetzt schon die TV-Geräte per WLAN-Router mit dem Datennetz. Wer einen HD-Film ruckelfrei sehen möchte, muss mindestens eine 6000-DSL-Leitung haben. Doch die reicht schon nicht mehr aus, wenn sich dazu noch verschiedene Smartphone „dazubuchen.“

Die Anzahl der sogenannten weißen Flecken in Stuhr, in denen die Versorgung mit schnellem Internet nicht gesichert ist, sinkt.

Heiligenroder, die sich jetzt für einen schnellen Anschluss vormerken lassen wollen, können sich bei SVW/EWE melden. Allerdings ist mitunter ein Providerwechsel notwendig, so Glaubitz.

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