Schnee und Eis

Räumung der Gehwege: Das müssen Sie als Anlieger wissen

Nicht nur Laub, sondern auch Schnee, Schmutz und Unrat müssen Anwohner von den Geh- und Radwegen vor ihren Grundstücken entfernen. - Archivfoto: sb

Stuhr - Für Rathausmitarbeiter Jörg Grube ist die Winterzeit ist auch die Zeit der Beschwerden. Denn wenn auf glatten Gehwegen etwas passiere, sei immer jemand anders schuld, „am besten die Gemeinde. Ich würde mir wünschen, dass sich bei manchen Leuten eine gesündere Einstellung zu dem Thema entwickelt“.

Fakt ist: Für die Beseitigung von Schnee und Eis auf den Gehwegen sowie für das Streuen bei Glätte sind die Anlieger der an den öffentlichen Straßen liegenden Grundstücke zuständig. Die Gemeinde übernimmt innerorts das Räumen und Streuen von bestimmten öffentlichen Straßen, etwa der Schulbusstrecke, sowie vor ihren eigenen Grundstücken und Gebäuden. 

„Wir kümmern uns auch um die Schulwege, und dann ist es manchmal schwierig, den Bürgern zu vermitteln, dass wir andere Wege außer Acht lassen“, sagt Grube und fügt hinzu: „90 Prozent von dem, was wir machen, sind schon Dienstleistungen.“ Die Straßenreinigungsgebühr beziehe sich lediglich auf die Gossenreinigung, nicht auf den Winterdienst.

Es muss bis 7.30 Uhr geräumt werden

Laut Mitteilung müssen die Grundstückseigentümer bei Schneefall Gehwege sowie Geh- und Radwege mit einer geringeren Breite als einem Meter ganz räumen, alle anderen mindestens in einer Breite von einem Meter. Sollte kein Gehweg vorhanden sein, ist ein Streifen von mindestens einem Meter freizuhalten, und zwar entweder neben der Fahrbahn oder, wenn kein Seitenraum vorhanden ist, am äußersten Rand der Fahrbahn. Passiert sein muss das werktags bis 7.30 Uhr, sonn- und feiertags bis 9 Uhr. Bei Neuschnee und neuer Glätte gilt die Pflicht bis 20 Uhr.

Nur in „Ausnahmefällen“, also wenn Glätte nicht anders zu bekämpfen ist oder gefährliche Stellen wie Treppen betroffen sind, dürfen die Anlieger mit Salz streuen. Ansonsten müssen Sand oder „andere abstumpfende Mittel“ zum Einsatz kommen.

Für Unfälle, die auf mangelnde Einhaltung der Räum- und Streupflicht zurückzuführen sind, haftet der Grundstückseigentümer. Nach Auskunft Grubes verfährt die Justiz längst nach dem Motto: „Wenn es geschneit hat, dann ist es gefährlich, und es ist keine gute Idee, im Wohnzimmer sitzen zu bleiben und abzuwarten.“

Die Räumpflicht gilt auch für Laub, Unrat und sonstigen Schmutz. Die Anlieger sollten besonders auf freie Rinnsteine und Gullys achten, damit das Tauwasser nach dem Schneefall abfließen kann.

Weitere Informationen zum Thema gibt es in Zimmer 330 des Rathauses, unter Telefon 0421/56 95 330 sowie nach einer E-Mail an die Adresse k.hartung@stuhr.de oder s.stubbemann@stuhr.de.

ah

www.stuhr.de

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