FDP scheitert im Ausschuss mit Antrag

„Varreler Feld ist eine Rennstrecke“

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Die Aufpflasterung am Varreler Feld bleibt an Ort und Stelle.

Stuhr - Von Sandra Bischoff. Die Aufpflasterung am Varreler Feld bleibt wo sie ist. Das hat der Ausschuss für Verkehr, Ordnung und Soziales gestern Abend in seiner Sitzung im Rathaus beschlossen.

Die FDP-Fraktion hatte den Antrag gestellt, die Schwelle dichter an die Kindertagesstätte zu setzen, zu verbreitern und damit auch einen Fußgängerüberweg zu schaffen (wir berichteten). Der Fraktionsvorsitzende der Liberalen, Jürgen Timm, stimmte als einziges Ausschussmitglied für das Ansinnen, die anderen Politiker lehnten den Antrag ab.

Er sehe keine Veranlassung für eine Veränderung der derzeitigen Situation, erklärte Heiner Lampe von der CDU. „Die Kinder sind noch zu klein, um selber mit dem Rad zur Kita zu fahren, sie werden von ihren Eltern gebracht.“ Deshalb reiche die Schwelle in Kombination mit Tempo 30 vollkommen aus.

Rolf Meyer von der SPD stimmte dem zu. „Die Aufpflasterung hat an dieser Stelle ihr Ziel erreicht.“ Man solle die Schwelle so beibehalten, erklärte Joachim Döpkens vom Verein „Besser Bürger engagieren sich“, aber man könnte darüber nachdenken, die Zuwegung zur Kindertagesstätte sicherer zu gestalten.

„Meinetwegen könnte die Aufpflasterung noch höher sein, das Varreler Feld ist eine Rennstrecke“, sagte Anwohner Andreas Pleus. Allerdings sei dort überwiegend motorisierter Verkehr unterwegs und nur wenige Radfahrer oder gar Fußgänger.

Den anderen Antrag auf Verlegung der Bushaltestelle Landwehr in Richtung Stuhr hatte die FDP noch einmal abgeändert. Jürgen Timm führte die Wichtigkeit eines weiteren Haltepunkts an der Blockener Landstraße aus. Viele Kinder würden die Haltestelle Landwehr nicht nutzen, weil sie an einem Grundstück mit einem Hund vorbeilaufen müssten, der ihnen Angst einjage.

Mit der Einrichtung eines einfachen Haltepunkts wecke man Begehrlichkeiten, sagte Fachbereichsleiter Hartmut Martens. Früher oder später würden sich die Nutzer auch ein überdachtes Buswarthäuschen wünschen. Das allerdings sei mit hohen Kosten verbunden. Einen einfachen Haltepunkt könne die Gemeinde nur in Absprache mit dem Linienbusbetreiber und der Polizei aufstellen, erklärte er.

„Wir schaffen eine Gefahrenquelle für die Kinder, weil es keine richtige Bushaltestelle ist“, kritisierte Holger Föh (SPD) den Vorschlag. „Wir müssen an die Ursache herangehen, also an den Hund“, sagte Joachim Döpkens. Das sah Sozialdemokrat Rolf Meyer ähnlich: „Wir können nicht wegen jedem uneinsichtigen Hundehalter neue Haltepunkte einrichten, man muss mit dem Besitzer sprechen und ihn an seine Pflichten erinnern.“

Das Gremium einigte sich darauf, die Verwaltung prüfen zu lassen, ob es möglich ist, rund 600 Meter von der Haltestelle Landwehr einen weiteren Haltepunkt zu schaffen.

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