Pläne für das Grundstück liegen nicht vor

„Schandfleck“ in Heiligenrode ist weg – der Frust bleibt

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Das Gebäude an der Heiligenroder Straße im gleichnamigen Ortsteil ist nun Geschichte.

Heiligenrode - Von Julia Kreykenbohm. Ein „Schandfleck“ in Heiligenrode ist nun beseitigt: Das Gebäude, in dem zuletzt das Friseurgeschäft von Gilda Thiemann ansässig war, wurde abgerissen. Und obwohl Eigentümer Sven Hangert diesen Schritt geplant hat, ist er verärgert über das Vorgehen der Gemeinde.

Er sei zum Abriss gezwungen worden, weil das Gebäude eine Gefahr darstelle. „Etwa 20 Jahre stand es da rum und war nie eine Gefahr. Und jetzt soll das auf einmal so sein? Ich habe das Gefühl, die Gemeinde hat nur auf einen Dummen gewartet, der es kauft, damit dieser dann den Abriss bezahlen muss.“

Vor etwa einem Jahr hat Hangert das Grundstück gekauft und inzwischen mehrere Investoren an der Hand, wie er sagt. Ein konkretes Konzept habe er noch nicht vorliegen, weil man noch mit Ideen jongliere und auslote, wie man allen Wünschen auf den etwa 5 000 Quadratmetern möglichst gerecht werden könne.

Besitzer sieht keinen Grund zur Eile

„Es ist alles im Fluss, denn ich habe keinen Grund zur Eile gesehen“, so Hangert. Dann sei die Aufforderung von der Gemeinde gekommen, das Gebäude abzureißen. Dafür musste Hangert 30.000 bis 40.000 Euro hinblättern. Geld, das er so oder so wohl dafür ausgegeben hätte, aber nicht schon zu diesem Zeitpunkt.

Ihn ärgert auch der Umgang: „Wenn Gemeindevertreter mal gefragt hätten: Wie sieht es aus, kriegst du da in den kommenden zwei Jahren etwas hin? Aber stattdessen kam nur der Abrissbescheid.“ Hangert lehnte sich nicht dagegen auf. Er hat das Gefühl, bewusst Steine in den Weg gelegt zu bekommen und hält es auch nicht mehr für ausgeschlossen, dass er das Grundstück nach dem Ärger wieder verkauft.

Bauamtsleiter Hajo Giesecke kann den Frust des Eigentümers zwar verstehen, macht aber auch klar: „Es gab im Vorfeld mehrere Gespräche und hätte er uns konkrete Pläne vorgelegt, hätten wir auch gewartet. Wir haben lange nach einer Lösung gesucht.“

Mehrere Problemgrundstücke in der Gemeinde

Zu der Frage, warum die Gemeinde das Haus nicht schon längst abgerissen hat, erklärt Gieseke, die Eigentumsverhältnisse seien kompliziert gewesen und erst jetzt neu geregelt worden. Doch das Bauaufsichtsamt habe ohnehin eine Liste mit „problematischen Grundstücken“ in der Gemeinde, die es nach und nach abgearbeitet habe. Bei all diesen Flächen sei ein Abriss von Nöten und nun sei eben das Gebäude an der Heiligenroder Straße an der Reihe gewesen.

Er sieht darin jedoch nicht nur einen Vorteil für die Gemeinde, die die Ruine nun los ist, sondern auch für den Eigentümer. „Der Abriss bedeutet eine Wertsteigerung des Grundstücks. Und wenn er es nutzen will, hätte er es ja so oder so irgendwann tun müssen.“

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