Die Bauarbeiten auf der B 439 liegen im Zeitplan

Ruhe im Ortskern, viel Verkehr auf Schleichwegen

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Auf der Heiligenroder Straße (B 439) fahren seit Anfang April nur noch Baustellenfahrzeuge. Die Sanierungsarbeiten sind im Zeitplan heißt es.

Stuhr - Von Sandra Bischoff. Die Bauarbeiten an der Bundesstraße 439 liegen laut Jana Winkler von der Niedersächsischen Landesbehörde voll im Zeitplan. Sie ist zuversichtlich, dass die Anfang April begonnene Sanierung wie geplant Mitte Mai beendet sein wird.

Die Sperrung erstreckt sich im Norden von der B 322 bis zur Einmündung Breslauer Straße und südlich des Ortskerns von der Straße „Am Kindergarten“ bis zur Kreuzung der B 51. „Wir fräsen ab, lassen aber eine Asphaltschicht drinnen, bevor wir sie wieder aufbauen. Da ergibt sich in der Regel nichts Ungewöhnliches“, sagt die Leiterin des Fachbereichs Bau. So ist beispielsweise der Teilabschnitt zwischen der B  322 und dem Ortskern bereits weitestgehend fertiggestellt. „Es fehlen Restarbeiten wie etwa Angleichungen im Seitenbereich“, sagt Winkler. Nichtsdestotrotz bleibe aber auch dieses Teilstück bis Pfingsten gesperrt, „bevor der Verkehr in den Ortskern fährt und dann nicht weiterkommt“. Auf dem südlichen Abschnitt vom Ortskern bis zur B 51 fräsen die Bauarbeiter bis zum Ende der Woche die Asphaltschicht ab, um dann in den nächsten Wochen eine neue Decke aufzubringen.

Rudolf Hesekamp, Inhaber der Kloster-Apotheke, hat nach eigenen Angaben keine Umsatzeinbußen durch die Baustelle. „Wir haben etwa 95 Prozent Stammkunden, die sind alle ortskundig. Und wer den Weg zum Arzt findet, der findet ihn auch zur Apotheke“, sagt er. Die Baustelle störe ihn nicht, aber er ärgere sich oft über sich selbst, wenn er wegen der Sperrung der Ortsdurchfahrt vergesse, auf die Umleitungsstrecke abzubiegen und dann nicht weiterkomme.

Hans-Joachim Paschen von der gleichnamigen Heizung- und Sanitärfirma hat seinen Betrieb direkt an der Bundesstraße. „Die Sperrung macht sich für uns bemerkbar. Wir haben hier vor Ort kaum Kundenkontakt, aber die Anlieferer stöhnen schon, weil sie mit ihren 7,5-Tonnern nur ganz knapp drehen können.“

Das Restaurant Meyerhof hat nach Aussage von Inhaber Carsten Meyer bereits nach drei Tagen Baustelle die Konsequenzen gezogen und öffnet bis zum Ende der Bauzeit dienstags und mittwochs erst ab 17 Uhr statt wie bisher schon mittags. „Einbußen haben wir aber nicht, wir sind gut gebucht“, sagt der Gastronom.

Während es im Ort selber zurzeit relativ ruhig zugeht, herrscht am Kronsbruch reger Durchgangsverkehr. „Viele Heiligenroder nutzen die Anliegerstraße als Schleichweg, um Kilometer zu sparen“, sagt Holger Baur, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes im Polizeikommissariat Weyhe. Der Kronsbruch werde ohnehin gerne „missbraucht“, obwohl dort Begegnungsverkehr „so gut wie unmöglich“ sei. „Uns war klar, dass dort während der Bauphase auf der Heiligenroder Straße ein Knackpunkt entsteht, deshalb kontrollieren wir zurzeit verstärkt“, sagt Baur.

Wer die Strecke als Schleichweg nutzt, muss mit einem Bußgeld von 20 Euro rechnen. „Wir können dort nicht den ganzen Tag eine Streife hinstellen, aber wenn wir die Kapazitäten frei haben, sind wir da.“

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