Nach Gerichtsurteil

Happy End im Tierheim: Rüdiger Weber spendet 1 500 Euro

Rüdiger Weber im Tierheim Arche Noah mit Nadine Yavuz, Barbara Garbade und die Hunden Ksero und Gypsy, die ein neues Zuhause suchen.
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Treffen in der Arche Noah: (v.l.) Nadine Yavuz, Rüdiger Weber und Barbara Garbade mit den Hunden Ksero und Gypsy, die ein neues Zuhause suchen.

Weil Rüdiger Weber eine Autoscheibe eingeschlagen hat, um zwei Hunde zu retten, wurde er verklagt. Nun gab es ein Happy End - für ihn und für das Tierheim in Brinkum.

Brinkum – Ein schöneres Happy End hätte sich Rüdiger Weber nach all dem Ärger nicht vorstellen können: Eine Spende in Höhe von 1 500 Euro überreichte der Postbote dem Tierheim Arche Noah in Brinkum – Geld, das die Tierschützer dringend brauchen. Denn Corona hat die Lage der heimatlosen Tiere, die dringend ein neues Zuhause brauchen, alles andere als vereinfacht.

Ein Großteil der Spende war nach einer Diskussion im sozialen Netzwerk Facebook zusammen gekommen – nach der Rettungsaktion des Postboten. Er hatte an einem heißen Augusttag in Weyhe zwei in einem Auto eingeschlossene Hunde bemerkt – und aus Angst um ihr Leben eine kleine Scheibe eingeschlagen, weil er den Besitzer des Wagens und der Hunde nicht ermitteln konnte. Der Halter verklagte ihn (wir berichteten).

Dass der Hunderetter für seine Tat auch noch zahlen sollte, empörte viele Tierfreunde. Sie spendeten rund 1 300 Euro, damit Rüdiger Weber vor etwaigen Reparatur- und Gerichtskosten keine Angst haben musste. Der Postbote versprach: „Sollte ich nicht zahlen müssen, bekommt das Tierheim Brinkum das Geld!“

Genau so kam es, nachdem Richter Carsten Dänekas fünf Zeugen gehört und die Klage vor dem Amtsgericht Syke abgewiesen hatte: Die Hunde waren in extremer Gefahr, es lag ein Notstand vor – und die Handlungsweise des Postboten war deshalb gerechtfertigt.

Rüdiger Weber, mit Rechtsanwalt Oliver Credo an seiner Seite, war überglücklich über dieses Urteil – und stockte die Spende für das Tierheim auf 1 500 Euro auf. Dessen Mitarbeiterin Barbara Garbade konnte das Glück kaum fassen: „Wir haben hohe Kosten, und wir sind von Spenden abhängig.“ Genau die fließen in Corona-Zeiten spärlich, weil Veranstaltungen zugunsten des Tierheims nicht stattfinden können.

Deshalb ist die Spende für das Tierheim, das zurzeit 25 Hunde und 90 Katzen versorgen muss, ein Segen. Denn darunter sind kranke Tiere, die eine – oft teure – medizinische Behandlung brauchen.

Barbara Garbade und Nadine Yavuz präsentieren bei einem Besuch zwei ganz besondere, gesunde Schützlinge: Gypsy (11), eine schwarze Hündin aus Rumänien, und den zobelfarbenen Ksero (8) aus Polen, der fast sein ganzes Leben im Tierheim verbracht hat. Narben in seinem sanften Hundegesicht zeugen davon. Für die beiden Hunde mit den sanften Augen und dem freundlichen Wesen, die sich gern streicheln lassen, suchen die Tierschützer ein neues Zuhause. Eines, das sie nach den einsamen und schweren Jahren im Tierheim wirklich verdient haben.

Weitere Informationen

über zu vermittelnde Tiere und das Tierheim Arche Noah gibt es unter www.tierheim-arche-noah.bmtev.de. Telefonisch ist das Tierheim montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr unter 0421/ 890171 erreichbar.

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