Rote Karte für Fremd- und Dauerparker

McDonalds lässt Parkplatz in Groß Mackenstedt überwachen

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Der Schein trügt wohl: Nach Auskunft von Franchise-Nehmer Bernd Oude Hengel sind die Parkplätze bei McDonalds zu Stoßzeiten wegen der Fremd- und Dauerparker oft knapp.

Groß  Mackenstedt - Von Andreas Hapke. Die Firma „Park & Control“ (PAC) übernimmt nach eigener Auskunft ab heute die Überwachung eines Privatparkplatzes an der Straße „Am schwarzen Moor 3“ in Groß Mackenstedt. Über den Namen des Kunden wollte das Unternehmen aus Datenschutzgründen keine Auskunft geben. Unter der Adresse sind jedoch lediglich das McDonalds-Restaurant (offizielle Firmierung: O.H. Systemgastronomie) sowie das McCafé aufgeführt.

„In der Vergangenheit wurden die Kundenparkplätze unter anderem aufgrund des umliegenden Einzelhandels immer wieder blockiert“, heißt es in einer Mitteilung von „Park & Control“. Laut Unternehmen sollen jetzt wieder ausreichend Stellplätze für „tatsächliche Kunden“ zur Verfügung stehen. Die neue Regelung ist somit als Rote Karte für Fremd- und Dauerparker zu verstehen.

Kunden des Restaurants können ihr Fahrzeug mit einer korrekt eingestellten Parkscheibe 60 Minuten kostenfrei abstellen. Auf Nachfrage erklärte die Firma, dass für das Parken ohne Scheibe oder für das Überziehen der Höchstparkdauer eine Vertragsstrafe von 30 Euro fällig werde. Einen Zettel mit einem entsprechenden Vermerk werde ein Parkplatzbetreuer an die Autos heften.

Eigene Schilder aufgestellt

Im Gespräch mit dieser Zeitung bestätigte Bernd Oude Hengel, seit knapp zwei Jahren der Franchise-Nehmer von McDonalds, die neue Regelung. Groß Mackenstedt sei wegen der Lage an der Autobahn der problematischste seiner Standorte in Bremen und umzu. „Die Leute treffen sich zum Beispiel, um gemeinsam nach Hamburg zu fahren. Dann stehen Autos hier acht Stunden und blockieren die Parkplätze.“ Es gebe 22 Stellplätze, die teilweise von acht Fremdparkern belegt seien. „Das hört sich nicht viel an, aber wir haben unsere Stoßzeiten.“

Er habe zunächst eigene Schilder aufgestellt mit der Drohung, Fahrzeuge abschleppen zu lassen, aber die betreffenden Dauerparker wüssten auch um die rechtliche Lage. „Ich muss das erstmal selbst bezahlen und das Geld dann einklagen“, sagt Oude Hengel. „Schlepp mich doch ab“ sei noch das Harmloseste, was er zu hören bekomme. „Es tut mir leid, ich mache das auch nicht gerne, aber ich habe auch keine Lust mehr, mich obendrein noch beschimpfen zu lassen. Sollte sich wirklich mal jemand zu ungerecht behandelt fühlen, dann kann er uns ansprechen.“ Es gebe dann immer noch die Möglichkeit einer Kulanzregelung.

Der McDonalds-Parkplatz sei der erste von PAC überwachte Parkraum in Stuhr, teilt die Firma mit. „In der Regel kommen Unternehmen wie Supermärkte, Krankenhäuser oder auch Wohnungsgesellschaften auf uns zu.“ Gemeinsam mit den jeweiligen Partnern werde dann ein Konzept entwickelt, das den individuellen Bedingungen vor Ort, etwa dem Parkdruck, Rechnung trage.

„Unsere Vertragspartner bekommen von ihren Kunden häufig positive Rückmeldung über die Parkraumbetreuung, da diese so wieder genügend Parkplätze vor Ort finden und direkt vor dem Geschäft parken können.“

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