Klassentreffen nach 26 Jahren

Riskante Klettertouren und missglückte Rauchversuche

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Freuen sich über das Wiedersehen: ehemalige Schüler der Volksschule Brinkum.

Brinkum – 1959 besuchten 59 Schülerinnen und Schüler die neue erste Klasse der Volksschule Brinkum an der Feldstraße. Später wurden sie auf zwei Klassen aufgeteilt, und dabei blieb es auch, bis sie 1968 als Klasse 9 „S“ aus der Schule entlassen wurden. Dieses „S“ erinnert daran, dass Ende der 60er-Jahre das Schuljahr nicht mehr zu Ostern, sondern erst im Sommer endete. Die „Überjährigen“ Neuntklässler besuchten daher in den letzten vier Monaten die Klasse 9 „S“.

Renate Mull und Wilhelm Wöhlke hatten zu dem Klassentreffen auch ihren damaligen Klassenlehrer Friedrich Wilhelm Bösche eingeladen, der jedoch wegen einer Urlaubsreise absagen musste. Aber er hatte seinen Ehemaligen einen Brief geschrieben und darin an eine Episode erinnert, die sich während der Abschlussfahrt nach Langeoog abgespielt hat. Die Klasse hatte damals in einem ehemaligen Wohnhaus mit dem Lehrerzimmer im Dachgeschoss gewohnt. Er hatte den Schlüssel draußen stecken lassen und prompt hatte ein Schüler die Tür abgeschlossen. Als ihm nicht geöffnet wurde, hangelte sich ihr Lehrer an der Regenrinne ab, schlich die Treppe hinauf und erwischte den Schüler, der noch immer sein Ohr lauschend an die Zimmertür gedrückt hielt.

Bösche hatte sich auch entschlossen, seinen Ehemaligen nach 50 Jahren das Klassenbuch von damals herauszugeben. Das war natürlich eine Fundgrube für Gesprächsanlässe, zumal dies das erste Klassentreffen nach 26 Jahren gewesen ist.

Sie erinnerten sich auch daran, dass sie beim Rauchen erwischt wurden und gestehen mussten, wie sie in den Besitz der Zigaretten gekommen waren. 20 Stunden Sozialarbeit waren die Folge dieses Rauch-Versuches. Einige hatten auch Fotos aus der Schulzeit mitgebracht. Sicherheitshalber hatten die beiden Organisatoren zu den Fotos zwei starke Lupen gelegt. „Bei einigen von uns ist der Arm nicht mehr lang genug, um alles deutlich zu erkennen“, sagte Renate Mull.

„Weißt du noch?“ war eine der häufigsten Fragen dieses Abends - und weil es noch so viel zu erzählen gab, wurde beschlossen, so eine Art Stammtisch einzurichten, damit die Ehemaligen nicht wieder 26 Jahre bis zum nächsten Klassentreffen warten müssen.

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