Seit Ende Juli am Standort Stuhrbaum

Rettungswache Stuhr ist umgezogen: Betriebsstart zunächst ohne Ampel

Die Rettungswache in Stuhrbaum.
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Ausgelegt für zwei Einsatzfahrzeuge und ein Ersatzauto: die Rettungswache in Stuhrbaum.

Innerhalb von drei Wochen ist die Rettungswache Stuhr von der Hermannstraße in Brinkum nach Stuhrbaum umgezogen. Seit dem 28. Juli operiert sie von dort aus. Auf eine Ampelanlage zur Regelung des Verkehrs bei Einsätzen wurde vorerst verzichtet. Bei Bedarf kann nachgebessert werden. 

Stuhr – Heimlich, still und leise ist sie umgezogen, die Rettungswache in Stuhr. Seit der 19-Uhr-Schicht am 28. Juli operiert sie vom neuen Standort Stuhrbaum aus. Dies teilt Klaus Speckmann, Geschäftsführer des Rettungsdienstes Landkreis Diepholz, auf Nachfrage der Kreiszeitung mit.

Innerhalb von drei Wochen sei die Wache „Stück für Stück“ von der Hermannstraße in Brinkum nach Stuhrbaum verlegt worden, „ganz entspannt“, berichtet Speckmann. Zum Teil seien in diesem Zeitraum auch neue Einrichtungsgegenstände eingetroffen. Die Wache an der Hermannstraße ging Anfang Juli 2017 in Betrieb und war von vornherein als vorläufiger Standort gedacht gewesen. Der Umzug habe keinerlei Auswirkungen auf die Bereitschaft des Personals gehabt. „Wir waren durchgängig im Dienst“, versichert Speckmann.

Im Mai hatte Dirk Seifert, Leiter des Einsatzdienstes für die Wachen der Rettungsdienste im Landkreis Diepholz, noch die zweite Juni-Hälfte als Start angepeilt. Doch „verschiedene Dinge“ hätten noch etwas länger gedauert, sagt Speckmann. „Wir hatten überhaupt keinen Zeitdruck und hätten auch vier Wochen später in Stuhrbaum starten können. Der Umzug in den Sommerferien ist ein gutes Ergebnis.“

Projekt bleibt im Kostenrahmen

Was die Kosten angeht, sei das Projekt im Rahmen der Schätzung geblieben. „Wir wollten keine 1,9 Millionen Euro ausgeben, zurzeit befinden wir uns bei 1,8 Millionen Euro“, sagt Speckmann.

Und auch wenn die letzten Rechnungen noch gar nicht vorlägen, sei die Vorgabe nicht gefährdet. „Wir haben rechtzeitig geordert und gebaut, sodass die Preissteigerungen bei den Materialien nicht zum Tragen gekommen ist.“ Dies sei auch dem Architekturbüro (Jürgen Schlaake aus Syke, die Red.) zu verdanken.

Künftig sind in der neuen Rettungswache zwei Einsatzwagen stationiert. Noch fehlt ein Fahrzeug, was sich nach Auskunft Speckmanns aber schon bald ändern dürfte: „Da sind nur noch Details mit der Krankenkasse zu klären.“ Dass trotzdem schon jetzt zwei Wagen in der Garage stehen, hängt damit zusammen, dass immer ein Ersatzfahrzeug verfügbar sein muss. Künftig befinden sich demnach drei Autos in Stuhrbaum.

Auch dem Personal steht noch eine Aufstockung bevor. Es wächst von umgerechnet 10 auf 15 Vollzeitstellen. „Da sind auch Teilzeitstellen dabei“, sagt Speckmann. Hin und wieder operiere die Rettungswache auch mit Aushilfen. Künftig ist in Stuhrbaum auch eine Lehrrettungswache für die Ausbildung von Notfallsanitätern angesiedelt. Auch dafür seien noch „formale Voraussetzungen“ zu klären. „Aber das sind Kleinigkeiten. Die Rettungswache bringt alles mit.“

Offizielle Einweihung am 31. August

Nicht mitbringen wird sie allerdings eine Ampelanlage, die einige Politiker des Stuhrer Gemeinderats im Hinblick auf das problemlose Ausrücken der Einsatzfahrzeuge gefordert hatten. „Das Thema Ampel war Teil des ganzen Planungsprozesses“, sagt Speckmann.

Die bisherigen Erfahrungen zeigten allerdings: „Da ist zwar eine Kurve, aber eigentlich kommt man da ganz passabel raus.“ Zu dieser Einschätzung seien sowohl Mitarbeiter der bauausführenden Firmen als auch des Liegenschaftsmanagements des Landkreises, das auch immer vor Ort gewesen sei, gekommen. Deshalb gebe es „in Absprache mit der Gemeinde erst mal keine Ampel. Wir müssen abwarten, ob es wirklich zu Schwierigkeiten kommt“, fügt Speckmann hinzu. „Wenn notwendig, können wir in diesem Punkt nachrüsten.“

Mit Rückmeldungen zum Betriebsablauf hält sich Speckmann noch zurück. „Es ist noch ein bisschen früh, um dazu öffentlich eine Aussage zu treffen. Stand jetzt läuft es problemlos und gut.“ Die Entscheidung für den Standort Stuhrbaum sei gefallen, um in Richtung westliche Ortsteile einen kürzeren Weg zu haben und diese schneller zu erreichen. „Und das“, sagt Speckmann, „scheint so zu sein“.

Die offizielle Einweihung der Wache ist für Dienstag, 31. August, und damit genau 14 Monate nach dem ersten Spatenstich vorgesehen. Als „Tag der offenen Tür“, ist die Veranstaltung – nicht zuletzt aus Gründen der Pandemie – nicht gedacht. Doch er wolle nicht ausschließen, dass dies zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werde, sagte Speckmann. „Woanders haben wir das durchaus schon gemacht.“

Von Andreas Hapke

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