Restaurant Smokey Island

Restaurant Smokey Island: Wieder Leben am Wieltsee

Inhaber Ralf Dirscherl demonstriert in seinem schwimmenden Restaurant, wie die coronabedingten Hygiene- und Abstandsregelungen funktionieren. Mitarbeiterin Svenja Steinbrink und ihre Kolleginnen servieren zurzeit nur mit Mund- und Nasenschutz. Foto: Rainer Jysch
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Inhaber Ralf Dirscherl demonstriert in seinem schwimmenden Restaurant, wie die coronabedingten Hygiene- und Abstandsregelungen funktionieren. Mitarbeiterin Svenja Steinbrink und ihre Kolleginnen servieren zurzeit nur mit Mund- und Nasenschutz.

Dreye - „Da geht es rein und hier geht es wieder raus“, erklärt Ralf Dirscherl, Inhaber des schwimmenden Restaurants Smokey Island mitten im Sportboothafen am Wieltsee in Dreye. Die strikte Trennung von Ein- und Ausgang ist eine der Maßnahmen, die er umgesetzt hat, um den coronabedingten Kontaktbeschränkungen zu genügen.

Am 12. Mai hatte der 57-Jährige den Restaurationsbetrieb endlich aufgenommen, sieben Wochen nach dem eigentlichen Saisonstart. Allerdings kann er augenblicklich im 80 Quadratmeter großen Gastraum und im Außenbereich weniger Gäste als üblich bewirten. „Hier habe ich einen Tisch gesperrt“, weist Dirscherl auf eine Vierergruppe mit rot-weißem Flatterband hin. „Und draußen habe ich ein paar Tische weggenommen, damit wir den erforderlichen Abstand zwischen den Gästen auch dort einhalten können. Mit Barhockern hatten wir sonst rund 100 Plätze.“

Die Aufhebung der Auflage, dass nur 50 Prozent der Kapazität belegt werden darf, hilft ihm nicht weiter: „Aufgrund der Zwei-Meter-Abstandsregelung macht das für uns keinen großen Unterschied. Ich kann pro Tisch zwei, höchstens vier Leute platzieren“, sagt er und kommt so auf gut 70 Prozent Auslastung. „Bei dem tollen Wetter am Vatertag habe ich viele Besucher wieder nach Hause schicken müssen.“

Information der Gäste kostet eine Menge Zeit

Das Informieren der eintreffenden Gäste einschließlich der Hinweise auf die Regeln mit Mundschutz, Namensregistrierung und Verwendung von Infektionsmitteln kostet Dirscherl eine Menge Zeit. „Ich bin fast ausschließlich damit beschäftigt, den Leuten zu sagen, was sie zu tun und zu lassen haben“, bedauert der Restaurantchef. „Ich spiele hier nur den Sheriff, was mir gar nicht liegt. Eigentlich wollen wir unsere Gäste ja glücklich machen und sie nicht mit Vorschriften einschränken.“ Ralf Dirscherl rechnet momentan mit Umsatzeinbußen von 30 bis 40 Prozent. Dennoch ist er froh, dass sein Betrieb wieder in Gang gekommen ist – trotz der Auflagen.

Der Hafenbetrieb mit den gut 350 festen Liegeplätzen zeigt sich nach dem für den 1. April geplanten, aber geplatzten Saisonbeginn etwas belebter, nimmt man den Abstellplatz für die Trailer, mit denen die Eigner ihre Boote mit dem Auto heranschaffen und zu Wasser bringen, als Maßstab. Das Osterwochenende litt noch unter den verschärften Corona-Auflagen.

„Die Kontaktbeschränkungen müssen allerdings eingehalten werden“, achtet Hafenmeister Axel Budelmann auf die Vorschriften. „Die Wasserschutzpolizei kontrolliert auch hier im Hafen. Die fahren die Stege ab und sehen nach, ob sich alle an die Auflagen halten“, berichtet Budelmann vom aktuellen Geschehen. „Das hilft; ich kann ja nicht überall sein.“

Hausboot-Vermietung wieder möglich am Wieltsee

In einer Ecke des Hafenbeckens liegen sieben geräumige Hausboote fest vertäut. Ein Teil davon wird vermietet. „Jetzt können wir wieder das Vermietgeschäft betreiben“, freut sich der Hafenmeister auf die Gäste, die sich für eines der schwimmenden Ferienhäuser interessieren. „Die Hausbootecke ist unser Highlight“, schwärmt Axel Budelmann. Am Pfingstwochenende startete auch die bei der Marina betriebene „Eisbar am Wieltsee“ in die Saison. „Bitte Abstand halten“ steht in großen Lettern auf einem nicht zu übersehenden Schild. Auch dort gibt es getrennte Ein- und Ausgänge.

Wenn bei gutem Wetter die Sonne glutrot am Horizont versinkt und sich der Abend im „Smokey Island“ dem Ende nähert, schickt Ralf Dirscherl die Tangoklänge von den Capri Fischern durch die Lautsprecher. „Natürlich nur das alte Original mit Sänger Rudi Schuricke“, bestätigt der Wirt. „Viele Gäste bleiben extra sitzen und warten schon darauf.“

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