Überblick über die Sanierungen an Gebäuden der Gemeinde Stuhr / „Kita-Anbauten im Plan“

Repariert, aufgehübscht, angebaut

Sporthalle in Heiligenrode: Nach den sanitären Anlagen der Männer sind nun die der Damen dran. Das Bild zeigt Rathausmitarbeiter Hayo Wilken im Duschraum.  
FotoS: Hapke
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Sporthalle in Heiligenrode: Nach den sanitären Anlagen der Männer sind nun die der Damen dran. Das Bild zeigt Rathausmitarbeiter Hayo Wilken im Duschraum. FotoS: Hapke
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Stuhr – Was früher die Schulferien waren, ist heute die Corona-Pandemie: Die Gemeinde Stuhr nutzt den in dieser Zeit eingeschränkten Betrieb in ihren Gebäuden dazu, diese auf Vordermann zu bringen. Die Sanierungen an Schulen und Kindertagesstätten laufen auf Hochtouren. Auch die Gutsscheune in Varrel wird in diesen Tagen aufgehübscht. Ein Überblick:

Nachdem die Verwaltung in der Sporthalle der Grundschule Heiligenrode bereits im vergangenen Jahr den Sanitärtrakt der Männer modernisiert hatte, laufen derzeit die Arbeiten bei den Frauen. Nach Auskunft von Hayo Wilken von der Hochbauabteilung des Rathauses stammt die Halle aus den 1960er-Jahren, was weitestgehend auch für die Ausstattung der sanitären Anlagen gilt. „Das hat sich zwar gut gehalten, doch nach über 50 Jahren sind die Duschen einfach mal fällig; zumal es teilweise überhaupt keine Ersatzteile mehr gibt für die Dinge, die dort verbaut sind“, erklärt Wilken. Was Abdichtungen und Anschlüsse angehe, sei damals auch ganz anders gearbeitet worden. Ein „Rundumschlag“ sei notwendig.

In den Duschen war der Betonsohleboden durchfeuchtet, ebenso Teile der Wände. „Wir haben den Boden rausgenommen und den Raum getrocknet“, sagt Wilken. „In der kommenden Wochen kommt der Klemptner, danach sind Estrich, Fliesen und Teile des Wandbelags an der Reihe.“ Außerdem erhalten die Duschen ein modernes Rinnenablaufsystem und eine neue Abdichtung.

Fliesenarbeiten stehen laut Wilken auch in der Umkleide an, während im Damen-WC die alten Trennwände ausgedient haben. Die Umgestaltung geht mit dem Einbau einer zusätzlichen Toilette einher, sämtliche Altinstallationen werden getauscht. Auch im Damen WC ist eine neue Verfliesung vorgesehen. Wilken spricht von einer „optischen Aufwertung“.

Alles in allem lässt sich die Gemeinde die Modernisierung 27 000 Euro kosten. Mit den Arbeiten hat sie Fachunternehmen aus Stuhr und Syke beauftragt.

Für die Sanierung der beiden Sporthallen der KGS Brinkum liefen jetzt die Vorplanungen an, berichtet Wilken. Begehungen habe es bereits gegeben.

Unterdessen gehen an der Grundschule Moordeich Malerarbeiten über die Bühne, die normalerweise erst in den Sommerferien angestanden hätten. An der benachbarten Lise-Meitner-Schule sind die Arbeiten im Gebäudeteil A bereits abgeschlossen. Sie beinhalteten unter anderem Bodenbeläge und frische Farbe in sechs Klassenräumen des fünften Jahrgangs sowie eine neue Dacheindeckung für das Gebäude der Lehrküche (wir berichteten).

Fortschritte machen laut Wilken die Anbauten an die Kindertagesstätten am Varreler Feld, in Moordeich und in Groß Mackenstedt. „Moordeich liegt ziemlich gut im Plan und wird zum neuen Kindergartenjahr fertig sein“, kündigt Wilken an. In Varrel und Groß Mackenstedt würden die Rohbauten ebenfalls voranschreiten. Am Varreler Feld etwa werde Ende Juli die Dachkonstruktion gerichtet. Darüber hinaus erneuert die Gemeinde gerade die Küche in der Kita Jahnstraße. „Da müssen wir uns sputen, denn am 22. Juni soll dort der Kita-Betrieb wieder richtig losgehen“, sagt Wilken.

Davon, dass der Umbau von Teilen der Blockener Dorfschule zu einer Kita bereits abgeschlossen ist, profitieren zurzeit Krippenkinder aus der Einrichtung am Varreler Feld. Dort sei der Betrieb wegen eines Leitungsschadens nicht möglich, teilt Wilken mit. Nach dem Vorfall im vergangenen Jahr sei dies bereits der zweite Schaden dieser Art. Ob es am Material liege, sei noch unklar. Jedenfalls „kommt am Mauerwerk Feuchtigkeit hoch. Das geht mit einer Verfärbung der Wände einher“, berichtet Wilken.

Hatte die Gemeinde 2019 noch die undichten Leitungen im Boden reparieren lassen, sollen diese nun gekappt und in der Decke neu verlegt werden. Wilken: „Wir machen das volle Programm, damit wir künftig bei einem erneuten Schaden sofort an die Leitungen rankommen.“

Neben ihren Schulen und Kitas hat die Gemeinde auch die Gutsscheune in Varrel im Blick. Dort war der Putz eines Außengiebels durch Wurzeln des wilden Weins in Mitleidenschaft gezogen worden. Eine Begehung auf dem Gerüst förderte noch undichte Stellen im Dach zutage.

Aus dem anfänglichen Vorhaben, nur den Giebel zu streichen, sei etwas mehr entstanden, sagt Wilken. Maurer, Maler und Dachdecken müssen ran.

Von Andreas Hapke

Außengiebel der Gutsscheune Varrel: Der hochrankende Wein hat den Putz der Mauer angegriffen. Den unteren Teil der Wand darf er weiterhin in Beschlag nehmen.
Kita-Anbau Varreler Feld: Ende Juli soll die Dachkonstruktion gerichtet werden.

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