Reise in Fantasiewelten

Zahlreiche neue Angebote im Brinkumer Spieltreff

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Mit viel Spaß jede Woche dienstags dabei: (v.l.) Susanne Hamel-Timmermann, Marc Frank, Elfie Schröder und Simona Frank. 

Brinkum - Susanne Hamel-Timmermann und Britta Heitmann sind zufrieden mit ihrer Ausbeute: Die Initiatorinnen des Spieletreffs im Brinkumer Mehrgenerationenhaus (MGH) haben von ihrem Besuch auf einer Messe für Gesellschaftsspiele und Spielzeug insgesamt 40 neue Angebote mitgebracht.

Vor zwei Jahren haben Hamel-Timmermann und Heitmann die Veranstaltung ins Leben gerufen, die regelmäßig am Dienstagabend im Begegnungscafé des Hauses über die Bühne geht. Zwischen sechs und zehn Spiele-Liebhaber treffen sich dort bei Kaffee, Tee und Erfrischungsgetränken. Meistens spielen die Frauen und Männer in mehreren Gruppen, wobei Halma und Monopoly eher in den Hintergrund rücken, da es viel Neues und Interessantes gibt, wie Heitmann sagt.

Mitgebracht von der Messe haben die beiden zum Beispiel das Spiel „Dice Forge“, zu Deutsch „Würfelschmiede“. „Ein gutes Gesellschaftsspiel erzählt immer eine Geschichte, und ,Dice Forge’ entführt seine Spieler in die Welt der Götter und Helden“, so Heitmann. 

Mehr als hundert Spiele im Angebot

„Charterstone“, das auch mit im Gepäck war, spinnt seine Geschichte mit jeder Partie sogar noch ein Stück weiter. Es funktioniert nach dem sogenannten Legacy-System, bei dem die Spielzüge einer Partie die Regeln der nächsten beeinflussen, sodass es sich ständig verändert, weiterentwickelt und keine Partie der anderen gleicht.

Susanne Hamel-Timmermann ist Finanzbuchhalterin von Beruf und sitzt tagsüber viel am PC. Abends genießt sie es, in netter Gesellschaft zu sein. „Es gibt heute – abgesehen vom Essen – nur noch wenig Gelegenheiten, bei denen Menschen gemeinsam an einem Tisch sitzen“, erklärt sie. Jeder Teilnehmer kann seine eigenen Spiele beitragen, die meisten jedoch bringen die beiden Initiatorinnen selbst mit und erläutern auch die Regeln. „Wir haben mehrere hundert Spiele“, so Hamel-Timmermann. Alles haben sie bisher noch nicht gespielt. „Manche stehen noch auf der Warteliste.“

Quickies für die Ungeduldigen

Eines davon ist „7 Wonders“. Es nimmt seine Spieler mit in die Antike, wo sie Städte und architektonische Wunderwerke errichten, die Zeitalter überdauern sollen. „Die Legenden von Andor“ dagegen spielen in der Welt der Fantasie. Die Spieler schlüpfen in unterschiedliche Rollen und müssen sämtliche Abenteuer gemeinsam durchstehen.

Die Ungeduldigen, denen Strategiespiele oft zu lange dauern, kommen ebenfalls auf ihre Kosten: Es gibt sogenannte Quickies – Spiele wie „Knister“ oder „Piratenkapern“. Sie können in weniger als einer halben Stunde gewonnen oder aber verloren werden.

Zu den Teilnehmern des Treffs gehören seit Kurzem Simona (40) und Mark Frank (34). „Wir haben zu Hause viel gespielt, aber seit unser 16-jähriger Sohn anderen Interessen nachgeht, wird das Spielen zu zweit langweilig.“ Gesellschaftsspiele waren schon immer Marcs Hobby. „Groß geworden bin ich mit ,Mensch ärgere dich nicht’“, erklärt er. „Mittlerweile spiele ich am liebsten Strategiespiele wie ,Risiko’, aber auch ,Das verrückte Labyrinth’.“

„Neue Spiele zu lernen, hält meine Gehirnzellen aktiv“

Ganz im Sinne des Mehrgenerationenhauses bringt der wöchentliche Spieletreff Interessierte unterschiedlichen Alters zusammen. Elfie Schröder (67) ist bereits seit Januar 2016 dabei. „Ich liebe es zu spielen“, gesteht sie aus tiefstem Herzen. „Neue Spiele zu lernen, hält meine Gehirnzellen aktiv.“ Sie kommt zusammen mit Jutta Rohde (74), die ständig auf Ideensuche ist und neue Spiele ausprobieren möchte, um sie später mit ihren Enkeln zu spielen.

Neue Teilnehmer sind immer willkommen. Die Gruppe trifft sich dienstags um 19.30 Uhr im MGH an der Bremer Straße 9. Der Eintritt ist kostenfrei und eine Anmeldung nicht erforderlich.

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