Regenbogenapparat und Bat-Signal: Stipendiat Sebastian Neubauer zeigt interaktive Objekte in der Künstlerstätte Heiligenrode

Drei Plüschhaie reagieren auf eine Internet-Fernsteuerung

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Sebastian Neubauer

Heiligenrode - Von Sigi Schritt. „Nebel und Erfindungen“ lautet die Serie, die der Stuhrer Stipendiat Sebastian Neubauer während seines zehnmonatigen Aufenthalts in der Künstlerstätte Heiligenrode erarbeitet hat. Besucher sehen am Sonnabend, 23. Mai, ab 15 Uhr nicht nur neue Arbeiten, sondern sie können auch Teil der interaktiven Ausstellung werden. Gäste können sich einen Regenbogenapparat anschauen, wer ihn aber anschalten möchte, muss zu zweit jeweils eine SMS unterschiedlichen Inhalts schreiben. Die Besucher erfahren dann, ob sie dadurch wirklich ein Gerät ansteuern können. „Teure Sonderrufnummern habe er nicht verwendet“, versichert der 1980 in Hameln geborene Künstler. Überhaupt bringe er seine Liebe zum Experimentieren in die Ausstellung ein. Aufgewachsen in Wunstorf, hat er in der Filmklasse der Kunsthochschule Braunschweig studiert und Experimentalfilme gedreht. Die Ausbildung habe seinen Horizont erweitert, so dass er Lust bekommen hat, Skulpturen zu bauen. Das setzt er in Stuhr um und stellt daher auch Objekte aus, die er mit Telekommunikation und zwischenmenschlicher Interaktivität verknüpft. Es sei sogar möglich, drei kleine Plüschhaie aus dem Internet zu steuern. „Sie könen glücklich oder traurig wirken.“ Ein weiteres Objekt, das sich bewegt, sei das Bat-Signal. „Jeder Fan des Comichelden Batman kennt den Schweinwerfer, den die Polizei anstellt, um den Verbrecherjäger zu rufen.“ Neubauer habe diese Idee aufgegriffen und einen Ultraschall-Lautsprecher gebaut. Auch dieses Gerät lässt sich per Telefon steuern.“ Eine Elektronik ermittelt, aus welchem Ortsnetz der Anruf kommt und bewegt den Lautsprecher sogar in genau diese Richtung.

Das Wissen, wie er Technik einsetzt, habe er aus dem Internet. „Es gibt zahlreiche Foren. Man stellt Fragen, und man bekommt sehr schnell Antworten. Das klappt ganz gut.“ Ab und zu witzelten Computerspezialisten über seine Programmierkenntnisse, aber seine Probleme seien stets am Abend gelöst gewesen. „Die Kommunikation unserer Zeit nutze ich, um poetische Projekte ins Leben zu rufen.

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