Akkordeonale auf dem Gut Varrel

Raus aus der verstaubten Nische

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In Varrel mit dabei: Rinah Rakotovao.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Die Akkordeonale hat längst einen festen Platz im Kulturkalender der Gemeinde Stuhr. Zum neunten Mal geht das Festival am Freitag, 5. Mai, über die Bühne. Zeit und Ort: um 20 Uhr in der Varreler Gutsscheune.

Rathausmitarbeiterin Frauke Wulf spricht von einer „renommierten Veranstaltung, auch wenn nicht die Massen kommen“. Die Massen, das heißt weit über 400 Besucher, kommen zum „Irish Spring“-Festival oder den Auftritten der Klassischen Philharmonie Nordwest. Damit kann die Akkordeonale (noch) nicht konkurrieren. 

Die Resonanz kann sich trotzdem sehen lassen. 268 Gäste im Jahr 2015 zeigen, dass „dieses viel geliebte und oft verkannte Instrument aus seiner verstaubten und etwas spießigen Nische herausgefunden“ hat, wie es in der Mitteilung heißt. 2014 waren es sogar schon einmal 366 Besucher.

Einmal mehr hat der Niederländer Servais Haanen ein Ensemble von Musikern aus verschiedenen Ländern zusammengestellt, um das Publikum in die facettenreiche Welt des Akkordeons zu entführen. Die Besucher erwartet eine Bandbreite, die alle Stile von traditionell bis zeitgenössisch umfasst.

Stilrichtungen aus Bayern aufgegriffen

Allein Stefan Straubinger beschäftigt sich mit den verschiedensten Stilrichtungen aus Bayern, Österreich, dem Balkan und dem Orient, ebenso mit Schrammel-, Bordun-, Mittelalter- und Renaissancemusik sowie Funk, Rock, Latin und Jazz. Sein Hauptinstrument ist das Bandoneon.

Die junge Alevtina Nikitina kommt aus dem Nordwesten Russlands und spielt auf dem Bajan, die osteuropäische Variante des chromatischen Knopfakkordeons. Am liebsten bringt sie russische Volksmusik und Klassik zu Gehör.

Seine musikalischen Inspirationen findet der Franzose Laurent Derache bei Keith Jarrett, Chick Corea, Miles Davis, Dire Straits und Supertramp, aber auch bei klassischen Komponisten wie Bach und Ravel.

Autodidakt Rinah Rakotovao, genannt „Herzschlag Madagaskars“, spielt die traditionelle Betsileo, eine Musik mit Ursprung in Südostasien, und madagassische Volksmusik.

Organisator Servais Haanen schließlich komponiert und arrangiert die Ensemble-Stücke des Festivals und führt durchs Programm. Als Begleitmusikerinnen hat er die Geigerin Catriona Price und die Harfenistin Esther Swift aus Schottland verpflichtet. Die Schwestern treten als Duo Twelfth Day auf.

Karten gibt es für 20 Euro (ermäßigt 15 Euro) im Bürgerbüro und bei der Mediengruppe Kreiszeitung.

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