Rathaus legt Prognose vor

Standorte der Grundschulen sind sicher

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An der Grundschule Varrel wird die Zahl der Schüler bis 2020/21 von jetzt 166 auf 146 zurückgehen. Archivfoto: Ehlers

Stuhr - Von Andreas Hapke. Die Schulen der Gemeinde Stuhr halten in den kommenden Jahren ausreichend Räume für den Unterricht in den Klassen und die Betreuung im Ganztagsangebot vor, sämtliche Grundschulstandorte sind bis Anfang des kommenden Jahrzehnts gesichert. Dies geht aus der Fortschreibung der Schülerzahlen hervor, die die Verwaltung den Politikern des Schulausschusses am Dienstagabend vorgestellt hat.

Demnach legt die Zahl der Kinder bis zum Schuljahr 2020/21 lediglich in Heiligenrode von jetzt 204 auf 234 sowie in Brinkum von 284 auf 330 zu. An beiden Schulen geht dann eine Klasse mehr an den Start, in Heiligenrode sind es zwölf und in Brinkum 15.

An den übrigen Grundschulen ist die Entwicklung im Prognosezeitraum ebenso rückläufig wie an den Kooperativen Gesamtschulen. Die Grundschule Moordeich besuchen im Schuljahr 2020/21 insgesamt 257 Kinder (heute: 279), an der Grundschule Seckenhausen sind es 204 (232), in Varrel 146 (166). Auf die Anzahl der Klassen hat das in Moordeich (12) und Varrel (8) keine Auswirkungen, nur in Seckenhausen gibt es dann zwölf statt wie bisher zehn Verbände.

An der Lise-Meitner-Schule sinkt die Schülerzahl bis 2024/25 nahezu kontinuierlich von 850 auf 745, die Zahl der Klassen geht von 38 auf 35 zurück. Aktuell bieten die 36 Unterrichtsräume zu wenig Platz, was sich im Sommer kommenden Jahres nach dem Bau dreier zusätzlicher Räume auf dem Dach der Turnhallen-Umkleide ändert.

Anders die Entwicklung an der KGS Brinkum, die zunächst mit einem Rückgang von jetzt 1530 auf 1242 Kinder und Jugendliche bis einschließlich des Schuljahrs 2020/21 leben muss. Als Folge der Wiedereinführung des Abiturs nach 13 Jahren sind es bis 2024/25 wieder 1374 Schüler. Zu diesem Zeitpunkt benötigt die KGS 62 allgemeine Unterrichtsräume (jetzt 70).

Grundlagen der Erhebung bilden generell die Geburtenzahlen in den einzelnen Schulbezirken. Die Verwaltung geht außerdem von einer „linearen Bevölkerungsentwicklung“ aus, das heißt Zu- und Wegzüge halten sich die Waage. Um die Daten für die beiden weiterführenden Schulen zu bestimmen, legt das Rathaus das Anwahlverhalten für 2014/2015 zugrunde. Das allerdings kann sich von Jahr zu Jahr ändern, und schon zwischen Brinkum und Moordeich gibt es große Unterschiede. Für den Realschulzweig etwa haben sich an der Lise-Meitner-Schule 49 Prozent der Kinder entschieden, in Brinkum waren es lediglich 37 Prozent.

Überhaupt betonte im Ausschuss Detlev Gellert, Fachbereichsleiter Bildung, Kultur und Freizeit, dass die Prognose „Unsicherheiten in vielen Faktoren“ beinhalte, allen voran das Handeln des Gesetzgebers. Die Zuwanderung von Flüchtlingen sei ebenfalls nirgendwo berücksichtigt. „Wir hatten bis Sommer wenige schulpflichtige Kinder aus Flüchtlingsfamilien. Wir haben keine Erfahrung damit“, sagte Gellert. Gegebenenfalls müssten an den Schulen alle vorhandenen Räume genutzt werden, etwa für Sprachlernklassen.

Möglicherweise gibt es auch einen weiteren Raumbedarf durch Inklusion und Ganztag.

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