Rathaus ab 2016 mit neuer Struktur

Bürgermeister optimiert die Verwaltung

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Bürgermeister Niels Thomsen

Stuhr - Von Andreas Hapke. Bürgermeister Niels Thomsen hat die Verwaltungsarbeit in Teilen neu organisiert. Wesentliches Merkmal seiner Reform ist das Anbinden der Kulturarbeit an die Stabsstelle Wirtschaftsförderung und die damit einhergehende Reduzierung der Fachbereiche von fünf auf vier. Gleichzeitig haben die Fachbereiche inhaltlich neue Zuschnitte erhalten. Die neue Gliederung greift ab 2016.

Ausgangspunkt der neuen Struktur war laut Thomsen der sich abzeichnende Generationswechsel auf mehreren „Schlüsselpositionen“. Mit Helga Campsheide, Fachbereichsleiterin Bürgerservice, Edgar Wöltje, Fachdienstleiter Kultur, und dem EDV-Experten Heinz Nentwig sind in diesem Jahr gleich drei tragende Säulen altersbedingt ausgeschieden. Campsheide hat erst gestern ihren letzten Arbeitstag nach 41-jähriger Tätigkeit für die Verwaltung absolviert.

„Die Entwicklung ist nicht über uns hereingebrochen. Wir konnten uns darauf einstellen“, sagt Thomsen. Seit 2013 habe er sich über das weitere Vorgehen Gedanken gemacht.

Der Verwaltungschef betont, dass es „nicht vorrangig um das Einsparen einer Stelle“ gegangen sei. Deshalb wolle er diesen Schritt auch nicht finanziell einordnen. Vielmehr habe er die Bereiche klarer definieren und zuordnen wollen. Wie funktioniert unsere Gesellschaft? – diese Frage hatte Thomsen in den Mittelpunkt seiner Überlegungen gestellt. Die politischen Gremien habe er bei seiner Entscheidung mitgenommen.

Unter dem Verwaltungsvorstand mit Thomsen und dem Ersten Gemeinderat Ulrich Richter sind weiterhin die beiden Stabsstellen der Gleichstellungsbeauftragten und des Wirtschaftsförderers angesiedelt. Letztere beinhaltet nun auch die Kultur, die mit ihren Veranstaltungen, der Vereinsarbeit und den Städtepartnerschaften „viele Schnittstellen mit dem Stadtmarketing hat“, begründet der Verwaltungschef. Er spricht von „Synergieeffekten“ in der Darstellung der Gemeinde. Die Kulturbeauftragte Frauke Wulf rückt damit zur Stellvertreterin von Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier auf. Unterhalb der Stabsstellen sieht die Hierarchie nach wie vor die Fachbereiche vor, deren Reduzierung von fünf auf vier Thomsen als Optimierung bezeichnet: „Dadurch bin ich in der Leitung der Verwaltung konzentrierter geworden, ich muss auf weniger Kollegen zurückgreifen.“

Den Fachbereich Bürgerservice leitet ab Januar Hartmut Martens, bis dato Chef des Fachbereichs 3 (Verkehr, Ordnung und Soziales). Wegen der Kompetenzen Martens’ in den Themen Verkehr und Feuerwehr sind diese nun auch dem Bürgerservice zugeordnet. Der Fachbereich 2 (ehemals Stadtentwicklung und Umwelt) unter gewohnter Leitung von Hajo Giesecke heißt nun Bau, Recht und Ordnung. „Er regelt alle Rechtsfragen im weitesten Sinne“, erklärt Thomsen. Der vormals Finanzen und Steuerung genannte Fachbereich 5 ist nun der Fachbereich 3 und hat außer seiner neuen Bezeichnung Finanzen und Liegenschaften keine Änderungen erfahren. Ihm steht weiterhin Christian Möller vor. Im Fachbereich 4 mit Chef Detlev Gellert ist nun auch das Soziale untergebracht, was in dem Namen Bildung, Soziales und Freizeit zum Ausdruck kommt. „Hier spiegelt sich das gesellschaftliche Leben wider“, sagt Thomsen. Die Flüchtlingsarbeit als ein zentrales Thema werde durch sämtliche Ressorts abgedeckt, „von Geld über Bau- und Ausländerrecht bis hin zum Personal. Da müssen alle mitziehen“.

Für die Bürger ändert sich durch die neue Struktur nichts. Sie behalten ihre unmittelbaren Anlaufstellen ebenso wie sämtliche Verwaltungsmitarbeiter ihre angestammten Telefonnummern.

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