Oldtimer-Show heute in Brinkum

Raritäten auf vier Rädern in Lack und Chrom

Avacon-Mitarbeiterin Eileen Schöne auf der jüngsten Gewerbeschau in Brinkum. Wer diese Veranstaltung verpasst hat, kann sich jetzt über Elektromobilität informieren. - Foto: Sigi Schritt

Brinkum - Von Sigi Schritt. Die 27. Norddeutsche Oldtimer-Show wird Freunde historischer Fahrzeuge aus mehreren Bundesländern anlocken, sagt Organisator Peter Bruns und hofft auf gutes Wetter. Er geht davon aus, dass die Veranstaltung der Brinkumer Interessengemeinschaft (Big) am heutigen Sonntag an die 8 000 Besucher in den Brinkumer Ortskern lockt.

„Dort gibt es spannende Raritäten zu sehen“, sagt Bruns. „Besucher erleben Kindheitsträume in Chrome und Lack.“ Neben den Oldtimern der Ausfahrt-Teilnehmer können die Autofans auch geschichtsträchtige Fahrzeuge bestaunen. Erstmals auf einer Ausstellugn zu sehen ist der Dienstwagen des ehemaligen Bremer Bürgermeisters Wilhelm Kaisen. Es ranken sich interessante Geschichten um das Auto. Davon gibt der Innenraum Aufschluss, so Bruns. So musste der Chauffeur mit dem Nebel klarkommen, den sein prominenter Gast durch seine Zigarren verursacht hatte.

„Das Auto ist vor kurzem in die Region geholt worden und ist Bremer Kulturgut“, so Organisator Bruns über das Fahrzeug, das im Big-Zelt präsentiert wird. Bruns bleibt bei den historischen Fahrzeugen. Die Kooperation mit dem Berliner Technikmuseum und dem Schuppen Eins in Bremen trägt Früchte. So sind auch Wagenschätze der Baujahre 1929 und 1932 zu bestaunen.

Auf ein Alleinstellungsmerkmal dieser Veranstaltung weist Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier hin. Sie schafft die Verbindung zwischen Otto-, Diesel- und Elektromotoren der Gegenwart und der Vergangenheit. Die Geschichte des Autos sei auch mit der Elektromobilität verknüpft, erklärt Bruns. Denn zu einer Zeit, als Benzin noch in Apotheken verkauft wurde, gab es in den Straßen der Städte immerhin schon Eletrofahrzeuge. Das ist ein Jahrhundert her. Bruns erinnert an Ferdinand Porsche, der auf der Weltausstellung in Paris ein Elektroauto präsentierte: Diese Fahrzeuge waren ruckelfrei, hatten keine Abgase und die Bedienung war einfach. Die Elektromobilität setzte sich im ersten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts zwar durch, verschwand dann aber bis zum Anfang der 1990er-Jahre.

Eine Ausstellung des Energieversorgers Avacon zu dem Thema dokumentiert diese Geschichte. Langsam aber stetig wächst laut Bruns die Nachfrage. Über Elektrofahrzeuge der neuesten Generation zum Beispiel der Marken BMW, e-Mobility, Kia, Renault, VW, Peugeot und Nissan oder auch zu E-Bikes der Firma Kettler können sich Besucher im Rahmen des e-Home-Energieprojekts 2020 informieren und mit Experten und Vertretern einzelner Autohäuser sprechen.

Nur eines können die Besucher (noch) nicht: Eine Probefahrt vor Ort unternehmen. Von mehreren Seiten wurde das an die Organisatoren herangetragen, doch das sei vielleicht bei der nächsten Veranstaltung möglich. Allerdings könnten die Besucher diesmal die Gelegenheit nutzen, mit den Händlern Termine zu vereinbaren.

Das Programm:

Ab 9 Uhr:

Für die Oldtimer-Ausfahrt treffen sich die Fahrer und Beifahrer auf dem Parkplatz Wolters Busreisen.

9.30 Uhr:

Start der Rundfahrt der Oldtimer. Die Strecke führt durch den Nordkreis, unter anderem durch Leeste, Barrien, Syke, Dünsen, Groß Mackenstedt, Heiligenrode, Stuhr, Stuhrbaum und Brinkum

10.30 Uhr:

Frühschoppen mit Musik

11 bis 17 Uhr:

Sonderausstellungen: Geschichte der Eletromobilität, E-Mobility heute (Pagodenzelte beim Hotel Bremer Tor und Freiflächen Bassumer Straße)

11 Uhr:

Begrüßung durch Bürgermeister Niels Thomsen

Ankunft der Oldtimer vor dem Ausstellungszelt (Bremer Tor)

11 bis 18 Uhr:

27. Norddeutsche Oldtimer-Show, Fachsimpelei auf der Y-Trasse mit Oldtimerbesitzern und Fachleuten

11.15 bis 13 Uhr:

Shanty-Chor singt auf Festbühne

12 Uhr:

Ortsdurchfahrt der Heinkelfreunde (Syker Straße)

13 bis 18 Uhr:

Sonntagsöffnungszeiten des Einzelhandels

14 bis 15.30 Uhr:

Jazzband -Konzert (Festbühne)

15.30 Uhr:

Siegerehrung Oldtimer

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