Mit Quiche und Vanillecreme überzeugt

Faires Kochduell in der KGS Moordeich

Der Kinderkochclub des Jugendtreffs „No Moor“ setzt sich am Ende mit seinen Köstlichkeiten beim Kochduell durch. - Foto: Ehlers

Moordeich - Von Angelika Kratz. Viele Köche verderben ja bekanntlich den Brei. Aber nicht, wenn zum Kochduell in die Lise-Meitner-Schule eingeladen wird. Zum siebten Mal richteten die Aktionsgruppe Stuhr Fair und das Team Jugend der Gemeinde den kreativen Wettstreit mit saisonalen, regionalen und fair gehandelten Zutaten aus.

Neu und damit eine Premiere war indes die Verschiebung vom Herbst in den Frühling mit anderen frischen Produkten. „Eine kleine Herausforderung“, sagte Hans Schüler als „alter Hase“ vom Organisationsteam mit Thea Suing und Editha Satow.

Rhabarber, Champignons, weißer und grüner Spargel, schmackhafte Erdbeeren, frischer Knoblauch, Fenchel und knackiger Salat in teils unbekannten Blattformen stammten aus heimischen Gefilden. Für den sehr umfangreichen Einkauf der Zutaten für die Gerichte hatte im Vorfeld Fachmann Marcel Kotrc gesorgt. Der gelernte Koch und studierte Sozialarbeiter der Gemeinde Stuhr hatte eine umfangreiche Palette zusammengestellt. Fleisch und Alkohol gehörten wie immer nicht dazu, denn alle Teilnehmer sollten eine Chance zum Mitessen bekommen. Wobei: fast alle, denn an den gerade begonnenen Ramadan, die Fastenzeit der Muslime, hatte keiner zuvor gedacht.

So konnte die 18-jährige Diana aus dem Irak zwar voller Freude mitkochen, aber probieren durfte sie nicht. Erst nach Sonnenuntergang war ihr essen und trinken gestattet, aber dennoch brachte sich Diana mit einem strahlenden Lächeln ein. Sie unterstützte spontan die Gruppe vom Jugendtreff, und Jana, Jacqueline, Muriel und Sören entschieden sich schnell, die anfängliche Reispfanne gegen einen irakischen Hauptgang zu tauschen.

Arbeitsverteilung schien klar zu sein 

Zielgenau steuerte die Rathausgruppe mit Katja Harjes, Jana Popow, Imke Peters und dem sehr kreativen Hahn im Korb, Christian Wiechers, nach einem umfangreichen Besuch am „Einkaufsstand“ mit vollen Armen in die hinterste Kochecke an. Es wurde nur kurz diskutiert, die Linien schienen klar zu sein, ebenso die Arbeitsverteilung. Wenn das im Stuhrer Rathaus auch so läuft, dann alle Achtung.

Mit dabei in den jährlich wechselnden Kochgruppen waren auch die Kandidatinnen des Frauentreffpunkts „Sie(h)da“. Stuhrs neue Gleichstellungsbeauftragte Nicole Feldmann-Paske hatte sich Heike Buck, Eva Gidion und Dörthe Siemers-Wulff mit ins versierte Team rund um Spargel & Co. geholt. Auch dort wurde nach kurzen leisen Besprechungen geschnibbelt und gekocht. Selbst bei den „Frischlingen“ des Kochclubs „KiKo“ ging es relativ ruhig und besonnen zu. Selma, Sophia, Christopher, Jendrik und Nico hatten allerdings auch Marcel Kotrc als Coach an ihrer Seite. Der unterstützte die 12- und 13-Jährigen auf ihrem kulinarischen Weg in kurzer Zeit, etwas Leckeres auf den Tisch zu bekommen. „Bitte mit der Hand kneten“, forderte Marcel Kotrc seine jungen Teilnehmer auf, Kontakt mit Mehl, Eier und Wasser und den Fingern herzustellen.

Zur fachmännischen Verkostung aufgetischt 

„Jetzt ist gleich Schluss“, verkündete Hans Schüler nach dem Ablauf der zwei Wettbewerbsstunden. Da standen bereits die Probeteller für die Jury auf dem Tisch und der meiste Abwasch war erledigt. Gut und locker war die Stimmung, als Dominique Mahlstedt (Hofladen), Ulrich Richter (stellvertretender Bürgermeister) und der frisch gebackene Abiturient Nico Riesenkönig zur fachmännischen Verkostung antraten – mit viel Akribie und Zeit für alle Geschmacksknospen, bevor am Ende feststand: „Der Kinderkochklub KiKo hat gewonnen.“ Auf dem zweiten Platz landete knapp dahinter das Rathaus Stuhr und ebenso knapp die beiden Gruppen „Sieh(h)da“ und das „Jugendhaus“. Die Jury hatte sich viel Mühe gemacht, die einzelnen Speisen genau zu bewerten und hielt entsprechendes Lob für alle parat. Geschmeckt hat das Ergebnis schließlich allen an der riesigen und liebevoll gedeckten Tafel. Die Sonne setzte ihre Glanzpunkte durch die Fenster der Schulküche dazu, und die gute Laune hätte nicht besser sein können.

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