Gemeinde stellt Schilder auf

Probleme bei der Pflege von Grabstätten

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Bunt und zugestellt: Die Rasengräber auf dem Friedhof in Moordeich. Damit soll bald Schluss sein. 

Stuhr - Von Andreas Hapke. Mit Beginn der Mähsaison hat die Gemeinde nach eigener Auskunft auf ihren Friedhöfen ein Problem: Eine angemessene und wirtschaftliche Pflege der Rasengräber ist häufig nicht möglich, da diese zugestellt sind. Im Gedenken an die Verstorbenen statten die Angehörigen die Gräber nicht nur mit Vasen, Lichtern und Kränzen aus, sondern teilweise auch mit allerhand Devotionalien. Betroffen sind die Rasengräber auf den Friedhöfen in Fahrenhorst, Seckenhausen und Moordeich.

„Ein Schlepper mit Mähwerk kann da nicht viel ausrichten“, sagt Christian Möller, als Fachbereichsleiter Finanzen und Liegenschaften auch für die kommunalen Friedhöfe zuständig. Die Folge: Die Mitarbeiter müssen die Gegenstände beiseiteräumen und anschließend wieder zurückstellen. Und als ob das nicht schon ärgerlich genug wäre, laufen in der Verwaltung anschließend Beschwerden auf. „Die Angehörigen beklagen sich, dass nicht alles wieder an seiner gewohnten Stelle steht“, berichtet Rathausmitarbeiterin Sandra Stubbemann. Sowohl bei ihr als auch bei ihrer Kollegin Katja Hartung würden diese Telefonate eingehen.

Die Verwaltung hat deshalb Schilder aufgestellt, auf denen sie klarmacht, dass laut Friedhofssatzung nur die Gemeinde für die Herrichtung und Pflege von Grabstätten mit Rasenfläche zuständig sei. Den Nutzungsberechtigten obliege allein die Unterhaltung der Grabmale.

Keine Gestaltungselemente zulässig

Außer den Rasen- beziehungsweise Grabmalen sind demnach keine weiteren Gestaltungselemente zulässig. Die Ablage von Kränzen, Blumen, Pflanzschalen und ähnlichem sei während der Mähsaison von April bis Oktober nicht erlaubt, heißt es auf den Schildern weiter. Als Ausnahmen akzeptiert die Verwaltung lediglich die Bestattungen. Die Gemeinde beruft sich auf Paragraf 24 der Friedhofssatzung, wonach sie berechtigt sei, entsprechende Gegenstände ersatzlos abzuräumen.

Zunächst aber sind die Angehörigen aufgerufen, die Grabstätten freizuräumen. Erst nach Ablauf einer „angemessenen Frist“ will die Verwaltung tätig werden, wie sie in einer Mitteilung schreibt.

Das selbe Problem hatte die Gemeinde schon mal mit ihren Urnengräbern. Dort sei es nach Aufstellen von Schildern besser geworden, sagt Möller.

Für Fragen steht Sandra Stubbemann unter der Telefonnummer 0421/56 95 330 zur Verfügung.

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