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Premiere in Stuhr-Varrel: Heiligenroder organisieren den Sommer-Landjugendtag

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Von: Andreas Hapke

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Niko Budelmann und Martin Grubert.
Niko Budelmann (l.) und Martin Grubert gehören zum Organisationsteam des Sommer-Landjugendtags. © Andreas Hapke

Der Sommer-Landjugendtag 2022 geht vom 19. bis 21. August auf Gut Varrel über die Bühne. Erstmals ist die Landjugendkreisgemeinschaft Altkreis Grafschaft Hoya Gastgeber, wobei die Heiligenroder bei der Planung den Hut aufhaben. Sie stellen 10 von 13 Personen im Organisationsteam.

Heiligenrode/Varrel – Eine Premiere feiert die Landjugendkreisgemeinschaft Altkreis Grafschaft Hoya in den kommenden Ferien: Erstmals richtet sie den Sommer-Landjugendtag, kurz SLT aus. Das Wochenende vom 19. bis zum 21. August steht unter dem Motto „Genial zentral – zentral genial“, weil der Veranstalter geografisch die zentralste Kreisgemeinschaft in Niedersachsen stellt.

Zur Landjugendkreisgemeinschaft Altkreis Grafschaft Hoya zählen die Landjugenden Harpstedt, Bücken, Asendorf, Bruchhausen-Vilsen und Heiligenrode. Letztere stellt rund 200 der bis zu 600 Mitglieder im Kreis und hat bei der Planung den Hut auf. Zehn Personen des 13-köpfigen Organisationsteams stammen aus Heiligenrode, drei Mitarbeiter des Landesverbands sind beratend dabei. Andere Ortsgruppen (OG) würden die Workshops betreuen und beim Aufbau helfen, erklären Martin Grubert und Niko Budelmann von der OG Heiligenrode.

„Angesehene Veranstaltung bei allen Mitgliedern“

„Das ist eine angesehene Veranstaltung bei allen Mitgliedern“, sagt Grubert, inzwischen auch einer der stellvertretenden Vorsitzenden der Niedersächsischen Landjugend. Budelmann, Vorstand in Heiligenrode, fügt hinzu, „dass uns diese Entscheidung als Kreis zusammengebracht hat“.

Die Veranstaltung geht alle zwei Jahre über die Bühne, im Wechsel mit dem Deutschen Landjugentag (DLT). Dazu hatten sich die Jugendlichen zuletzt 2018 in Fritzlar getroffen. „Wenn ich bedenke, was die für einen Aufwand betrieben haben, stehen mir die Haare zu Berge“, sagt der damalige Besucher Budelmann. „Das wird eine Herausforderung. Aber ein bisschen Erfahrung mit Veranstaltungen haben wir ja auch.“ Budelmann nennt unter anderem die jährliche Freiluftfete und die Theatervorstellungen als Beispiele.

Nachdem die Gemeinschaft den SLT schon im vergangenen Frühjahr mangels Planungssicherheit auf 2022 verschoben hatte, sieht es in diesem Jahr deutlich besser aus. Beworben hatte sich die Landjugend 2020 – laut Budelmann auf Wunsch des altgedienten Mitglieds Gerrit Seevers, ehemaliger Kassenwart der Ortsgruppe und jetzt der Kreisgemeinschaft. „Er wollte sich mit der Veranstaltung in den Ruhestand verabschieden.“

Das wird eine Herausforderung. Aber ein bisschen Erfahrung mit Veranstaltungen haben wir ja auch.

Niko Budelmann

Damals sollte die Veranstaltung noch auf dem Kirchenparkplatz in Heiligenrode stattfinden. „Die Location in Varrel ist eigentlich cooler, war aber 2021 schon belegt“, berichtet Grubert. Nun habe Corona und die dadurch bedingte Verlegung dafür gesorgt, dass es doch noch so kommt.

Neue Leute kennenlernen, alte Bekannte wiedertreffen, workshoppen und feiern, was das Zeug hält – darum geht es laut Otganisatoren auf Gut Varrel. Die Teilnehmer reisen am Freitag an, bauen ihre Zelte auf und feiern nach dem Abendessen eine Begrüßungsparty mit DJ. Das Frühstück am Samstag richtet sich an alle, „die schon wach sind“, sagt Grubert. Anschließend beginnen die Workshops, für die sich die Jugendlichen vorher anmelden müssen. Ob Basteln, Tanzkurs oder Ausflug nach Bremen: Für jeden sollte etwas dabei sein, finden Budelmann und Grubert.

Am Samstagabend treffen sich die Landjugendlichen schon zu ihrer Abschlussfeier, ebenfalls mit DJ. Die Veranstaltung endet am Sonntagmorgen mit einem Frühstück und einem Gottesdienst in der Scheune.

Sollten sich die Corona-Auflagen und -beschränkungen bis zum August nicht ändern, werde der Gottesdienst öffentlich sein, sagt Budelmann. Gegen 12 Uhr ist der SLT beendet.

Veranstalter rechnen mit 400 Teilnehmern

Die beiden gehen von rund 400 Teilnehmern aus. Der Rekord steht bei 450 und datiert aus dem Jahr 2019, als die Landjugend Jever die Veranstaltung in Hooksiel ausgerichtet hatte. Ansonsten seinen es zwischen 300 und 350 Teilnehmer gewesen. „Jetzt haben alle Leute Lust, etwas zu unternehmen“, glaubt Budelmann.

Der Förderverein Gut Varrel sei sofort offen dafür gewesen, und auch die Gemeinde stehe dahinter. Bedingung des Fördervereins sei, dass auf dem gesamten Gelände nicht geraucht werden dürfe, sagt Grubert. Er geht davon aus, dass das auch klappt: „Wir haben landjugendintern nicht so schlechte Erfahrungen mit unseren Leuten gemacht.“

Was die Finanzierung angeht, streben die Organisatoren eine Mischkostenkalkulation an. Die Feten übernehme der örtliche Ausrichter, die Platzmiete der Landesverband. „Wir sind noch auf Sponsorensuche“, sagt Budelmann. Interessenten können sich bei ihm unter Telefon 0178 / 1680996 melden.

Die Anmeldegebühr beträgt 45 Euro pro Teilnehmer. Darin sind Zeltplatz, Feten und Verpflegung enthalten, ausgenommen die Getränke bei den Partys. „Es ist eine Jugendveranstaltung. Allen ist bewusst, dass es abends nur Bier und Wein gibt“, sagt Grubert. Die Teilnehmer müssen mindestens 16 Jahre alt sein. „Das war eine Entscheidung auf Landesebene.“

Informationen

Für weitere Informationen können sich Jugendliche bei der Geschäftsstelle Hannover der Niedersächsischen Landjugend melden: Telefonnummer 0511 / 3670445 oder E-Mail an info@nlj.de

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