Premiere für den Austausch zwischen der KGS Moordeich und Molins de Rei

Spanier und Katalanenzu Gast in Stuhr

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Die Jugendlichen aus Molins de Rei mit ihren Gastgebern.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Die Befindlichkeiten zwischen der nach Unabhängigkeit strebenden nordspanischen Region Katalonien und dem spanischen Königreich waren am Montagnachmittag auch im Stuhrer Rathaus spürbar.

Im Namen der Gemeinde begrüßte dort die stellvertretende Bürgereisterin Gudrun Klomburg Jugendliche aus dem katalanischen Ort Molins de Rei, deren Schule schon seit 14 Jahren einen Austausch mit der KGS Brinkum pflegt. Wann immer Klomburg von „spanischen“ Schülern sprach, übersetzte KGS-Lehrerin Sabine Wadehn dies mit „katalanisch“. „Sie mögen es nicht so gerne, als Spanier bezeichnet zu werden“, erklärte KGS-Lehrerin Sabine Habekost nach dem offiziellen Teil des Empfangs, dem gestern Vormittag ein weiterer folgte: Da waren Jugendliche aus der Partnerschule der KGS Moordeich in Alicante zu Gast im Rathaus. Dieser Austausch feiert in diesem Jahr seine Premiere. Nach Auskunft von Lehrerin Rosa Jiménez-Claussen waren Mädchen und Jungen der Lise-Meitner-Schule erst im Mai in Spanien und haben dort den gegenseitigen Kontakt ins Leben gerufen. Im April kommenden Jahres brechen die Deutschen wieder Richtung Süden auf.

An beiden Tagen betonte Klomburg die Bedeutung der gegenseitigen Besuche in einem Europa, das allgegenwärtig sei und immer weiter zusammenwachse. In besonderer Weise würden die Schüler den europäischen Gedanken stärken, denn: „Die junge Generation schafft die Basis für die Verbundenheit und das Vertrauen“, sagte Klomburg. Die regelmäßigen Begegnungen seien ein lebendiger Beweis dafür. Sie sei sicher, dass diese Beziehungen auch in Zukunft bestehen bleiben.

Die 15 Jugendlichen aus Molins de Rei im Alter von 15 bis 18 Jahren sind ebenso in Gastfamilien untergebracht wie die 25 Schüler aus Alicante, die 15 und 16 Jahre alt sind. Beiden Gruppen, dies verrät ein Blick in das Besuchsprogramm, dürften aufregende Tage ins Haus stehen.

Die Katalanen etwa unternehmen einen Ausflug nach Hamburg und einen Abstecher nach Bremerhaven, wo der Besuch des Klimahauses vorgesehen ist. Letzteres steht auch bei den Jugendlichen aus Alicante auf dem Zettel, ebenso wie der Besuch des Weserstadions. Beide Gruppen haben sich Fahrten nach Bremen vorgenommen, die Katalanen sogar zweimal. Sie wollen auch die Brauerei „Becks“ genauer in Augenschein nehmen. Dass auch die eine oder andere Unterrichtsteilnahme geplant ist, sollten Spanier und Katalanen verkraften. Sie besuchen jeweils die Klasse ihres Gastgebers.

Klomburg jedenfalls ist sich sicher, dass die Jugendlichen eine „spannende Zeit“ haben werden – „mit vielen Gesprächen, neuen Erkenntnissen und vielleicht auch neuen Freundschaften.“ Sie schloss ihre beiden Grußworte mit dem Satz: „Es lebe die deutsch-spanische Freundschaft.“ In der Übersetzung von Carlos Goñi Buil für die Gäste der Moordeicher Schüler hieß das: „Viva la amistad entre España y Alemania.“ Bei Sabine Wadehn ging das so nicht durch. Daraus wurde: „Viva la amistad entre Cataluña y Alemania.“

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