Premiere „Alice im Wunderland“ der Theater-AG vom Haus am Wall in der KGS Brinkum gelingt eindrucksvoll

Grandiose Teamleistung

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Alice, gespielt von Anna Ertskin (ganz links), gerät im Stück „Alice im Wunderland“ mit Herzkönig und Herzkönigin aneinander. Die Premiere des Stückes nach dem Erfolgsroman von Lewis Carroll wurde von der Theater-AG vom Haus am Wall am Sonnabend in der KGS Brinkum auf die Bühne gebracht.

Brinkum - Von Rainer Jysch. „Kopf ab!“, schreit die leicht reizbare Herzkönigin auf der Bühne der KGS Stuhr-Brinkum. Und obwohl der Henker bereit steht, wird keiner der Figuren im Stück „Alice im Wunderland“ ein Haar gekrümmt. Am Sonnabend ging die Premiere des Stückes nach dem Erfolgsroman des britischen Schriftstellers Lewis Carroll (1832 bis 1898) vor rund 100 begeisterten Besuchern über die Bühne. Vor 150 Jahren hatte der Autor „Alice im Wunderland“ als Kinderbuch geschrieben.

Seit mehr als einem Jahr liefen die wöchentlichen Proben der Theater-AG im Haus am Wall. „Zuletzt wurden sogar Sonderproben angesetzt“, erklärte die zwölfjährige Anna Ertskin. Die Siebtklässerin der KGS Brinkum hatte auf der Bühne die Rolle der Alice übernommen.

Akteure, Kostüm- und Bühnenbildner, Technik und nicht zuletzt die beiden Regisseurinnen Michaela Otterstedt und Kirsten Nietzold hatten ganze Arbeit geleistet und eine grandiose Teamleistung präsentiert. Für die künstlerische Beratung war die Theaterpädagogin Jessica de Vries zuständig. Viele Ideen zu den Dekorationen und tolle Einfälle zur Verwirklichung einzelner Szenen sorgten für ein abwechslungsreiches Geschehen auf der Bühne.

Allen Beteiligten gelang so eine sehenswerte Aufführung des fantasiegeladenen Stoffes um Alice, die einem Kaninchen in seinen Bau folgt und Begegnungen mit diversen skurrilen Figuren durchlebt. Bei ihrem Gang durch das Wunderland voller Absurditäten unter der Erde hat die Titelheldin so manche Schwierigkeit zu überwinden. So ist es ihre Körpergröße, die ihr den Weg durch kleine Eingänge zunächst unmöglich macht, gefolgt von Begegnungen mit aberwitzigen Figuren, wie dem rastlosen Hasen, der grinsenden Katze, dem Tee trinkenden Märzhasen, der schläfrigen Haselmaus und dem verrückten Hutmacher. Alle hoffen auf eine Einladung zum Krocketspiel bei Herzkönig und Herzkönigin. Letztere möchte am liebsten ihren Gästen die Köpfe abschlagen lassen. Der Herzkönig verhindert dies jedoch durch eine spontane Begnadigung nach einer paradoxen Gerichtsverhandlung. Am Ende entpuppt sich die ganze Handlung als Traum: Alice war über ihren Schulaufgaben eingenickt.

21 Rollen waren durch das 14-köpfige Ensemble zu besetzen, was zur Folge hatte, dass die Hälfte der Darsteller gleich mehrere Rollen übernehmen musste. Anna Ertskin hatte mit der bravourös gespielten Titelrolle den größten Textanteil zu bewältigen. „Mit viel Vergnügen und Elan wurde geprobt“, heißt es im Programm. Aber auch bei der Premiere war den Schülerinnen und Schülern deutlich anzusehen, dass ihnen das Theaterspielen viel Freude bereitet.

Rund eine Stunde standen die Darsteller im Rampenlicht und ernteten langen Applaus für ihre Leistungen. Die Schauspieler bedankten sich bei den Regisseurinnen mit kleinen Nachbildungen des Hollywood-Oscars. Am Sonntagnachmittag hat das Ensemble das Stück ein zweites Mal aufgeführt.

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