Letzter Öffnungstag am 15. März

Postbank schließt Filiale in Brinkum

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Mitte März ist Schluss mit der Postbank in Stuhr. Die Filiale an der Melcherstätte 8 schließt ihre Pforten.

Brinkum - Von Andreas Hapke. Nun ist alles viel schneller gegangen als ursprünglich kommuniziert: Entgegen ihren Beteuerungen von Anfang September vergangenen Jahres wird die Postbank ihre Filiale an der Melcherstätte 8 in Brinkum schon im kommenden Monat aufgeben. Letztmals öffnet die Geschäftsstelle ihre Türen am Donnerstag, 15. März. Dies teilte die Postbank Donnerstag über ihren Pressesprecher Ralf Palm mit.

Bei seinem Kollegen Tim Rehkopf hatte sich das vor vier Monaten noch ganz anders angehört. Bis zum Auslaufen des Mietvertrags im Jahr 2020 wolle das Unternehmen am Gebäude und an der Präsenz vor Ort festhalten, sagte Rehkopf. Hintergrund unserer damaligen Anfrage war der Verkauf der Immobilie an das Joint Venture Bunte/Specht. Die Postbank ist dort Untermieter, als Hauptmieter tritt die Deutsche Post Immobilien auf.

„Diese Entscheidungen haben wir jetzt getroffen. Vor ein paar Monaten hätten Sie von mir auch nichts anderes gehört als von meinem Kolllegen“, sagt Palm.

Als Grund für die Schließung gibt er die fehlende Wirtschaftlichkeit der Geschäftsstelle an, zurückzuführen auf einen Wandel im Kundenverhalten. Viele Menschen würden ihre Geldgeschäfte heute online erledigen und Pakete an Packstationen abholen und versenden.

Service wird „innerhalb Stuhrs verlegt“

In ihrer Mitteilung spricht die Postbank davon, ihren Service innerhalb Stuhrs zu „verlegen“. Davon kann aber nur bedingt die Rede sein, denn kompetente Ansprechpartner gibt es vor Ort nicht mehr. In Sachen Baufinanzierung, Altersvorsorge und Privatkrediten empfiehlt das Unternehmen seinen Kunden, sich an die Filiale in Bremen, Alter Dorfweg 30-50, zu wenden. Auf Wunsch komme die Finanzberatung auch ins Haus. Mit Bargeld könnten sich die Kunden an der Shell-Tankstelle an der Bremer Straße 105 versorgen.

Lediglich die Dienstleistungen der Deutschen Post bleiben den Brinkumern erhalten, denn ebenfalls Mitte März öffnet die neue Partnerfiliale an der Jupiterstraße 2-4. Ihre Kunden will die Postbank per Aushang, Handzettel und persönlichem Anschreiben über die neue Entwicklung informieren.

Die Mitarbeiter – sie waren von der Deutschen Post AG ausgeliehen – erhalten nach Auskunft des Konzerns Angebote für Stellen „in Mobiltätsnähe“.

Weitere Nutzung des Gebäudes offen

Was nach dem Auszug des Unternehmens mit der Immobilie passiert, steht noch nicht fest. „Ziel ist natürlich, so schnell wie möglich aus dem Mietvertrag herauszukommen“, sagt Palm. Von der Bremer Specht Gruppe war Donnerstag zu erfahren, dass sie an dem langfristigen Mietvertrag mit der Deutschen Post Immobilien festhalte. „Für uns bleibt alles unverändert“, sagt Frauke Meyenberg, in der Gruppe für die Unternehmenskommunikation zuständig. Mit einer vorzeitigen Auflösung des Vertrags „beschäftigen wir uns nicht“.

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