Heimspiel für Frontfrau Alenna Rose

Pop- und Rockband „Lenna“ erstmals mit Streichern

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Die Band „Lenna“ & Friends auf der Bühne des Stuhrer Rathauses, hier zu sehen (v.l.): Sara Kanarski (Cello), Alenna Rose (Gesang), Juri Reckeweg (Drums) und Fynn Lammers (Gitarre).

Stuhr - Von Rainer Jysch. Es war für die Akteure der Rockgruppe „Lenna“ um Frontfrau Alenna Rose eindeutig ein umjubeltes Heimspiel. Für das Benefiz-Konzert im nahezu ausverkauften Stuhrer Rathaus hatten sich die jungen Musiker am Sonnabend mit Sara Kanarskis Streichquartett und einer Vorgruppe namens „Kicker Dibs“ aus Berlin verstärkt.

Ein beträchtlicher Teil der Einnahmen geht nach den Worten von Bandcoach Thomas Reckeweg an den Hospizverein in Stuhr. Die drei Musiker der „Kicker Dibs“ mit kleinem Instrumentensatz spielten bei ihrem knapp halbstündigen Auftritt „bunte Songs“ aus ihrem Rockromanzen-Repertoire. 

Das aus Niki Nubel (Gesang, Gitarre), Lenni (Cajón, Gesang) und Tingel (Bass, Gesang) bestehende Rocktrio machte durch rockig-poetische Lieder zwischen Deutschpop und Indierock auf sich aufmerksam. 

Mit „Grüne Bäume“ und dem ganz neuen Stück „Helle Wolken“ bewiesen die Berliner ihr Können, indem sie leicht, lockere Kompositionen, ausgezeichnete Instrumentalisierung und einen ausdrucksstarken Lead-Gesang von Frontmann Nubel präsentierten. Beim Lied „Raumschiff“, das sie angeblich vor dem Rathaus geparkt hatten, luden sie zum Mitsingen ein.

Startschuss für die Konzert-Saison

Mit der Gruppe „Lenna“ stieg auch das junge Streichquartett von Cellistin Sara Kanarski auf die Bühne. „Wir sind Lenna“, sagte Alenna Rose, „und wir haben ein wundervolles Streichquartett hier bei uns“, freute sie sich über die erweitere Instrumentalisierung beim „Startschuss in die neue Konzert-Saison“. 

Der Kontakt zu den Streichern ergab sich aus einer langen Bekanntschaft zu Sara Kanarski. „Sie hat dann die anderen Mitglieder des Quartetts zusammengetrommelt“, erklärte Rose. Mit dabei: Michaela Lieder (1. Geige), Jeffrey Kok (2. Geige) und Astrid Canales (Bratsche). 

Letztere hat sich auch um die Arrangements für die Streicher verdient gemacht. „Es klingt jetzt so wie es klingt, und das ist wirklich schön“, meinte Rose. Bei den ersten Proben habe sie sich vom neuen Sound verzaubern lassen und teilweise komplett vergessen, mit ihrem Gesang einzusetzen.

Streicher eine echte Bereicherung

Dass das Streichquartett eine echte Bereicherung für die Rockband ist, fand auch das Publikum, das mit starkem Applaus und rhythmischem Klatschen seine Begeisterung ausdrückte.

„Lenna“ brachte eine Auswahl von Eigenkompositionen zu Gehör, wobei alle Musiker mit erstaunlicher Instrumentenbeherrschung glänzten. Zuweilen setzte sich Alenna Rose an den Flügel, um mit Leadstimme und Klavierspiel eine weitere Facette ihres Könnens zu präsentieren.

Die Gruppe existiert inzwischen seit fünf Jahren und besteht neben Frontfrau Alenna Rose aus Tammo Reckeweg (Gitarre, Gesang), Fynn Lammers (Gitarre), Juri Reckeweg (Drums, Gesang) und Florian Mitz (Bass, Gesang).

Achtung, Ohrwurm!

Die eingängigen und klangschönen Kompositionen von „Lenna“ haben das Potential zum Ohrwurm. Das exzellente Zusammenwirken aller Instrumentengattungen kam auch bei den neuen Stücken „Schlaflied“, „Zwischen den Stühlen“ und „Ein Teil von mir“ wunderbar zur Geltung. Kompositionen von den Anfängen der Band „Aus Traum wird Wirklichkeit“ und „Alles geht“ zeigten sich frisch arrangiert und sorgten für Begeisterungsstürme.

So entließen die stehend applaudierenden Zuhörer die Musiker nicht ohne Zugaben, wobei „Lenna“ samt Kanarskis Streichquartett mit der zweiten Zugabe dem Publikum räumlich etwas näher rückte: Auf der Bühnenkante sitzend präsentierten sie so das definitiv letzte Lied des Abends als Abschluss für ein Heimspiel, das mehr als begeisterte.

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