Mordakte Nicole Stindt

Polizei sucht in Mordfall nach Friendscout-Nutzern

Polizei-Plakat nach wiederaufgenommener Ermittlung im Mordfall Nicole Stindt.

Landkreis Diepholz - Die Mordkommission „Buchholz“ ermittelt wieder. Sechs Jahre nach dem Ende der Untersuchungen zum Mordfall Nicole Stindt hat die Polizeiinspektion Diepholz die Akte wieder zur Hand genommen, um die Ermittlungsergebnisse der Vergangenheit auf den aktuellsten Stand zu bringen. Dieses Vorgehen sei bei zahlreichen Kapitalvergehen so üblich, erklärt die Polizei in einer Pressemitteilung.

Hoffnung, dass acht Jahre nach dem Fund Nicole Stindts Leiche und sechs Jahre nach der Auflösung der Mordkommission neue Kenntnisse gewonnen werden können, macht die technische Entwicklung. Stindt habe zurückgezogen in Stuhr gelebt, so die Polizei, sei aber intensive Nutzerin des Netzwerks „Friendscout 24“ gewesen.

Etwa 90 Männerkontakte, überwiegend aus der Region (Umkreis: 50 Kilometer), habe sie gepflegt. Zu einigen dieser Kontakte, die Nicole Stindt (Friendscout-Name: Julchen71) gepflegt hat, konnten die Beamten der Mordkommission nun neue Details ermitteln. Weiterentwicklungen der Auswertungsprogramme seien dabei eine große Hilfe gewesen, teilt die Polizei mit.

Die Personen, die unter den folgenden Namen Kontakt mit Stindt hatten, sind gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen: findmich44, der_Wolfgang, thomas26689, Schimi_08, sexprotz, Schnucki44, cosmo2000, i_bins_wieda, bomi65. Die Beamten bitten zudem Frauen, die ebenfalls Kontakt zu den entsprechenden Nutzern hatten, sich zu melden.

Rückblick

Die damals 38 Jahre alte Nicole Stindt ist am 19. August 2009 als vermisst gemeldet worden. Am Vorabend, gegen 20.10 Uhr, wurde sie zuletzt lebend gesehen. Zu diesem Zeitpunkt verließ sie einen Hundeplatz in Bassum mit ihrem grauen Toyota Corolla (Kennzeichen: DH-LB 167). Das Auto wurde kurz darauf in der Nähe des Bremer Hauptbahnhofes, ihr Hund Lana im Bereich Dötlingen gefunden.

Am Pfingstmontag 2010 entdeckten Spaziergänger die verscharrte Leiche des Opfers im Waldstück Buchholz bei Groß Ippener. Im Anschluss nahm die Mordkommission „Buchholz“ ihre Arbeit auf.

Bereits 2010 lobte die Polizeidirektion Oldenburg für Hinweise, die zur Klärung des Mordfalls führen, 5000 Euro Belohnung aus. Die Auslobung hat auch heute noch Bestand, so die Polizeiinspektion Diepholz.

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