Markt der Möglichkeiten in der KGS Brinkum

Polizei, Bundeswehr und Flugsicherung werben um Nachwuchs

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Referenten erklären den Messebesuchern, welche berufliche Qualifikationen notwendig sind.

Brinkum - Von Heiner Büntemeyer. Als Schulleiter Michael Triebs am Sonnabend in der Mensa der KGS Brinkum die elfte Messe für Studium und Beruf eröffnete, hatten sich die ersten Schüler bereits in der Halle umgeschaut. Dort hatten 31 Betriebe und Institutionen ihre Stände aufgebaut, um über Ausbildungs- und Studienangebote informierten.

Triebs bedankte sich zunächst bei dem Organisationsteam mit Oberstufenkoordinatorin Hanna Tuitjer, Hella Burkart und der ehemaligen Elternratsvorsitzenden Gabriele Feld. Dieser Markt der Möglichkeiten hätte in der Vergangenheit bereits zahlreichen Schülern geholfen, ihren beruflichen Weg zu finden. Ganz besonders wies er darauf hin, dass bei der Messe inzwischen Absolventen der KGS auf der anderen Seite der Info-Stände stehen, um ihren Betrieb vorzustellen.

Er könnte sich vorstellen, so Triebs, dass dieses Angebot in Zukunft noch weiter ausgebaut werden könnte, wenn durch die Umstellung auf das G9-Abitur mehr Zeit dafür vorhanden sei.

Tatsächlich wurde diese Messe besonders von künftigen Absolventen genutzt, die 2019 ihr Abitur ablegen. Sie waren bereits mit eigenen Vorstellungen gekommen, es waren aber auch noch Unentschlossene darunter, um sich ergebnisoffen beraten zu lassen. Für viele war die Frage, ob für sie nach der Schule ein Studium oder eine Berufsausbildung angestrebt werden sollte, noch nicht entschieden. Zu ihnen zählten Dana Stöver und Jule Schmidt, die sich noch Alternativen anschauen wollten, obgleich Dana Stöver eigentlich Lehramt und Jule Schmidt Architektur studieren möchten. Jule Schmidt hatte sich schon über das interessante Angebot der Hochschule 21 Buxtehude informiert, an der das duale Ausbildungssystem in der Form praktiziert wird, dass die Architektur-Studenten immer im Wechsel 13 Wochen in einem Betrieb arbeiten, um Praxiserfahrungen zu sammeln, und anschließend 13 Wochen lang Theorie büffeln.

Diese Schülerinnen bekommen Infos aus erster Hand, welche Wege es gibt, um den Traumjob zu ergattern. - Foto: Ehlers

Weitere Hochschulen und Universitäten, darunter die Universitäten Groningen und Twente-Enschede, stellten ebenfalls ihre Studiengänge vor und boten erste Studienberatungen an.

Auch im kaufmännischen Bereich zeigten Banken, Versicherungen, Steuerberatungen und Handel ihre Hilfen bei der persönlichen Karriereplanung der Schüler. In den meisten Fällen mündeten auch diese Ausbildungen in ein zumeist fachspezifisches Studium. Auffällig war, dass trotz des drohenden Facharbeitermangels kein handwerklicher Betrieb auf dieser Messe vertreten war.

Die Volksbank Syke wurde von Sabrina Krüger und Jan Nobel repräsentiert, die selbst noch in der Ausbildung sind und beide die KGS Brinkum besucht haben. Sie konnten sehr authentisch über ihre Ausbildung informieren und ihre persönlichen Argumente für eine Ausbildung in ihrem Betrieb vortragen.

Faszinierend und abschreckend

Auch die Deutsche Flugsicherung, die Polizei und die Bundeswehr warben um Nachwuchskräfte. Oberstabsfeldwebel Heiner Terweg vom Karriereberatungsbüro Cloppenburg freute sich über großes Interesse an der Bundeswehr, die unter anderem in den Bereichen Informations-Technologie und Medizin eigene Studiengänge vorhält.

Auch der weltweite Einsatz der Bundeswehr sei oft ein Thema gewesen, „faszinierend auf der einen Seite, abschreckend für andere“, so Terweg.

Schon seit einigen Jahren erinnert die Organisation „Pro Ehrenamt“ bei den KGS-Messen an die Möglichkeit, im Rahmen der eigenen Interessen und Fähigkeiten sich auch in einem Ehrenamt zu engagieren und dabei nicht nur eigene Ideen zu verwirklichen, sondern auch wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Darüber hinaus wird dieses Engagement vom Land Niedersachsen mit einem Zertifikat belohnt, das bei einer Bewerbung hilfreich sein kann.

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