Politiker empfehlen die von Verwaltung und Pädagogen favorisierte Variante

Varreler Schule erhält eine Mensa für rund 600000 Euro

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Links neben dem Eingang der Varreler Schule entsteht im kommenden Jahr die Erweiterung der Mensa.

Varrel - Von Andreas Hapke. Fast auf den Tag genau ein Jahr, nachdem die Grundschule Varrel ihren Neubau für das Ganztagsangebot eingeweiht hatte, hat der Schulausschuss die Weichen für das nächste Projekt gestellt. Die Politiker empfahlen dem Rat am Dienstagabend eine 590000 Euro teure Variante für die Erweiterung der Mensa. Die Entscheidung fiel einstimmig und war ganz nach dem Geschmack von Leiterin Astrid Meier-Wedrich.

Zurzeit stehen der Schule zwei Speiseräume à 60 Quadratmeter zur Verfügung. Sie bieten jeweils bis zu 25 Personen Platz für das Mittagessen. Dazu zählten nicht nur Schüler, sondern auch Ganztagskräfte und Assistenzen für Inklusionskinder, erklärte Meier-Wedrich. Schon jetzt funktioniere die Verpflegung nur im Zwei-Schichten-Betrieb.

Zuvor hatte Detlev Gellert, Fachbereichsleiter Bildung, Kultur und Freizeit, darauf hingewiesen, dass die Grundschule Varrel die prozentual größte Nachfrage nach dem Ganztagsangebot habe. Dies treffe auf 93 Kinder zu, also 65 Prozent der Schüler. Davon würden pro Tag bis zu 87 Sprösslinge am Mittagessen teilnehmen. „Das erfüllt uns mit gewissem Stolz“, sagte die Schulleiterin.

Laut Gellert entsteht der zusätzliche Platzbedarf aber auch und vor allen Dingen durch die Umstellung der Verpflegung auf Tiefkühl-Mischkost und die damit verbundenen Anforderungen an Ausstattung und Personal: größere Küche, Kühlzelle, Lagerkapazitäten sowie Umkleide- und Sanitärraum für die Beschäftigten. Das hatte bereits an den Grundschulen in Seckenhausen und Brinkum zu Mensa-Erweiterungen geführt, an der Grundschule Heiligenrode laufen die Bauarbeiten.

Als letzte Grundschule soll Varrel innerhalb des kommenden Jahres einen An- und Umbau links neben dem Eingang erhalten. Es ist die sogenannte Variante 3, die nicht nur als Favorit der Verwaltung ins Rennen gegangen war. Das Kollegium und die Gesamtkonferenz hätten ebenfalls hinter diesen Plänen gestanden, sagte Meier-Wedrich. Demnach zieht ein Speise- in einen Unterrichtsraum, zwei weitere Speiseräume kommen in einem Anbau unter. Ein anderer Unterrichtsraum dient künftig als Küche, der Raum für Förderung und Inklusion ist für das Personal und die Putzmittel gedacht. Im Gegenzug werden die bisherigen zwei Speisesäle im westlichen Trakt zu Unterrichtsräumen, davon einer für Förderung und Inklusion.

Als Vorteile dieser Variante nannte Architektin Silke Eichenbaum unter anderem die „natürliche Belichtung“ für den Personalraum, die Ausgabe der Speisen direkt in den Essbereich sowie die vorhandene Unterkellerung, was technische Anschlüsse und Installationen erleichtere. Außerdem sei die Erschließung der Baustelle von der Schulstraße aus möglich, und die Lage erlaube eine Belieferung auf kurzem Wege.

Meier-Wedrich freute sich auch über den nun größeren Raum für Förderung und Inklusion. Immerhin besuchten inzwischen neun Inklusionskinder und weitere Sprösslinge mit gesteigertem Förderbedarf die Schule, sagte sie.

Insgesamt hatte Silke Eichenbaum vier Alternativen für die Mensa-Erweiterung mit Kosten zwischen 390000 und 970000 Euro erarbeitet (wir berichteten). Mit Ausnahme des eigenständigen Gebäudes beinhalteten alle Vorschläge eine Grundoption mit zwei und eine Erweiterungsoption mit drei Speiseräumen.

Die Architektin hatte auch die jeweiligen Preise für den Fall ermittelt, dass eine Erweiterung auf drei Speisesäle erst später erfolgen soll. Doch das wäre für Schulleiterin Meier-Wedrich nicht in Frage gekommen: „Dann wären wir am Tag der Einweihung schon dem Bedarf hinterhergehinkt.“ Die Nachfrage nach der Mittagsverpflegung in Varrel sei schließlich steigend. Das habe sich auch beim jüngsten Info-Abend für die kommenden Erstklässler herauskristallisiert.

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