Stück über pfiffige Romméspielerinnen 

„Plietsch“, aber leider chronisch pleite

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Mitglieder der Heimatbühne proben für das neue Stück „Rommé to drütt“, das am 3. September im Stuhrer Rathaus seine Premiere feiert (von links): Margrit Unger, Dennis True, Stephanie Mittelstädt und Amelie Ravensburg (es fehlt auf dem Bild Dorothee Röpe).

Stuhr - Von Rainer Jysch. Jetzt gehen die Proben in die „heiße“ Phase. Mitwirkende und Helfer der Heimatbühne Stuhr bereiten derzeit das neue plattdeutsche Stück „Rommé to drütt“ von Autorin Petra Blume vor.

Am 3. September um 16 Uhr hebt sich im Stuhrer Rathaus der Vorhang für die Premiere. Kaffee und Kuchen gibt es auch. Zehn weitere Aufführungen auf verschiedenen Bühnen sollen bis Januar 2018 folgen.

Seit April treffen sich die Darsteller für die wöchentlichen Proben. Jetzt, kurz vor der Premiere, werden sogar zweimal wöchentlich Texte und Handlungsabläufe eingeübt. Nur provisorisch sind dafür Kulissen und Ausstattungen in der Scheune von Landwirt Hegeler in Blocken zwischen Kisten und Arbeitsgeräten aufgebaut. Regie führt Margrit Unger, die schon viele Jahre zum Ensemble gehört und im aktuellen Stück eine der drei Hauptrollen übernommen hat.

Ganz neue Akteure dabei

Bei Organisator Horst True laufen die Fäden zusammen. Ganz neu im Laienspiel-Ensemble ist Amelie Ravensburg aus Varrel, die in der Komödie die Rolle der Kerstin spielt. Erst seit Mitte Juni ist die 15-Jährige Mitglied der Theatergruppe. Die plattdeutsche Sprache beherrscht sie noch nicht vollständig, lernt aber im Laufe der Proben dazu. „Eigentlich wollte sie im vergangenen Jahr schon mitspielen. Da hatten wir aber keine passende Rolle“, erzählt True. „Wir sind froh, dass wir sie jetzt hier mit dabei haben“, zeigt er sich zufrieden mit der neuen Rollenverteilung. „Das ist natürlich totales Neuland für sie.“

Hat die Heimatbühne Stuhr also keine Nachwuchssorgen? „Doch“, widerspricht True. Und so wird im Programmflyer auch für weitere Mitspieler geworden. „Plattdeutsche Kenntnisse sind bei uns keine Voraussetzung“, heißt es da.

Eher eine kleine Besetzung

„Wir haben im aktuellen Drei-Akter diesmal nur eine kleine Besetzung“, erklärt Horst True. Fünf Darsteller bilden das Ensemble um die kuriose Geschichte: Die drei älteren Damen, Herta (gespielt von Margrit Unger), Agnes (Stephanie Mittelstädt) und Lisa (Dorothee Röpe) treffen sich zweimal in der Woche zum Romméspielen. Die drei Rentnerinnen sind in ihrem eintönigen Alltag für jede Abwechslung dankbar. Durch Zufall kommt das Gespräch auf das örtliche Seniorenheim, das mehr als nur sanierungsbedürftig ist. Die Fenster sind nicht ganz dicht, und zum Teil regnet es durchs Dach. Auch am Personal mangelt es.

„Geld müsste man haben“, sind sich die Romméspielerinnen schnell einig, um den bedauernswerten Bewohnern im Altersheim wieder eine akzeptable Bleibe zu verschaffen. „Plietsch“ aber chronisch pleite, entwickeln die Damen eine fixe Idee, wie sie mit einem Schlag zu Geld kommen könnten. Hertas Enkeltochter Kerstin (Amelie Ravensburg) und deren windiger Freund Norbert (Dennis True) werden durch amüsante Umstände mit in den Sog des absonderlichen Vorhabens gezogen. Der Plan nimmt Fahrt auf und hält schließlich eine überraschende Wendung bereit. Turbulenzen, Irrungen und Wirrungen sorgen dafür, dass das Publikum mit zahlreichen Lachern blendend unterhalten werden kann.

Karten für das Theaterstück gibt es bei der Mühle Unger in Varrel unter der Telefonnummer 04221/30 268 oder bei Horst True unter Telefon 0421/894  127.

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