Petra Brummerhoop hat vielfältige Aufgaben in der Rathauskantine

Küchenfee setzt auf Frisches

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„Der Fair-Trade-Kaffee ist fertig“ – Petra Brummerhoop sorgt als Chefin der Rathauskantine für Sitzungskaffee, organisiert das Catering bei Empfängen und anderen feierlichen Anlässen und verköstigt die Mitarbeiter in der Mittagspause.

Stuhr - Von Rainer Jysch. Ob Sitzungen, Empfänge, Dienstjubiläen, Verabschiedungen oder Veranstaltungen mit Besuchern aus den Partnergemeinden: Es gibt eine ganze Reihe von Anlässen, die Petra Brummerhoop, Chefin der Rathauskantine, kulinarisch begleitet. Seit sechs Jahren ist die gelernte Hauswirtschaftsleiterin im Fachbereich „Zentrale Dienste“ des Verwaltungssitzes hinter den Kulissen tätig.

Auch für die Mittagspause der 120 Rathausmitarbeiter hält sie in der Kantine von Montag bis Donnerstag schmackhafte Angebote bereit. Der Raum ganz oben unter dem Dach bietet Platz für 40 Kollegen. „Jeder kann sich hier bis 11 Uhr entscheiden, ob er am Mittagessen teilnehmen möchte oder nicht“, erklärt Petra Brummerhoop. Mehr als 20 verschiedene Menüs stehen zur Auswahl, die als Tiefkühlspeise angeliefert, im Wärmeofen zubereitet und pünktlich zur Mittagszeit aufgetischt werden. Hausmannskost dominiert den Speisezettel, den Brummerhoop jeweils mit knackigem Salat und selbst gemachten Dessertvariationen ergänzt. Sie legt besonderen Wert auf Qualität und gesunde Ernährung. „Den frischen Salat bekomme ich vorwiegend von einem Gemüsebauern aus Nordwohlde. Manches hat er selber, anderes besorgt er vom Großmarkt“, erzählt die 47-jährige Bassumerin. Auf ihrem Weg zur Arbeit holt sie das vitaminreiche Grün morgens ab. „Frischer geht es nicht.“

Vor ihrer Anstellung im Rathaus war Brummerhoop 22 Jahre lang als Wirtschafterin des Schullandheims Döhrener Heide bei Bassum tätig. Bis zu 6000 Übernachtungen waren in der kurzen Sommersaison zu organisieren. „Da fielen viele Überstunden an, die ich im Winter abfeiern musste“, erzählt sie.

Im Rathaus sind die Arbeitszeiten verlässlicher, auch wenn manche Abendveranstaltung ihre Anwesenheit erfordert. „Ein besonderer Höhepunkt ist der Weihnachtsmarkt am dritten Adventswochenende, wenn zahlreiche Vertreter der Partnergemeinden aus Polen und Lettland mit ihren Gastfamilien hier in der Kantine bekocht werden. Etwa 40 Personen kommen dann zusammen“, führt Brummerhoop eine Herausforderung für die kleine Küche an.

Zu den kulinarischen Aufgaben kommen für Brummerhoop die Tischdekorationen und die Blumenpflege auf den Rathausfluren hinzu.

In ihrer Freizeit trainiert Petra Brummerhoop ein Korbballteam des TVE Nordwohlde und betätigt sich als Schiedsrichterin. Außerdem betreibt sie mit ihrem Border Collie Agility, eine Art Training für lebhafte Vierbeiner.

„Stuhr ist keine kleine Gemeinde“, sagt sie. Deshalb gebe es pro Tag immer vier Sitzungen, die mit Kaffee, Tee und Keksen oder Kaltgetränken zu versorgen seien. Manchmal würden auch sechs bis acht Termine zusammenkommen. „Ich bin viel unterwegs, wenn es darum geht, die Sitzungsräume einzudecken, aufzupassen, wann die Besprechungen zu Ende sind, und alles wieder für Folgetermine vorzubereiten.“

Nach einem früheren Ratsbeschluss ist die Kantine gehalten, nur Fair-Trade-Kaffee und fair gehandelten Tee einzukaufen. „Das war am Anfang gar nicht so einfach, einen entsprechenden Anbieter zu finden“, erzählt Petra Brummerhoop. „Aber inzwischen haben wir einen festen Lieferanten, der diese Bedingungen erfüllt.“

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