476 Vollzeitstellen halten den öffentlichen Betrieb am Laufen

Personalkosten und Mitarbeiterzahl der Gemeinde Stuhr steigen

Veranschlagt: Die Gemeinde Stuhr plant in diesem Jahr mit 31,1 Millionen Euro Personalkosten.
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Veranschlagt: Die Gemeinde Stuhr plant in diesem Jahr mit 31,1 Millionen Euro Personalkosten.

Die Gemeinde Stuhr wächst stetig seit Jahren. Das schlägt sich sowohl in der Einwohnerzahl als auch in der Wirtschaftsleistung der Kommune nieder. Gleichfalls nehmen die Aufgaben der Verwaltung zu, die teilweise vom Bund delegiert, aber auch bezahlt werden.

Stuhr – Derzeit sind laut Auskunft von Stuhrs Bürgermeister Stephan Korte 476 Vollzeitstellen in der Gemeinde besetzt. Diese verteilen sich auf die folgenden Bereiche:

.  127 im Rathaus
.  190 in Kindertagesstätten (pädagogisches Personal)
.  15 in Schulen (pädagogisches Personal)
.  53 weitere Personen in den Schulen und Kindertagesstätten
.  35 im Baubetriebshof
.  19 in der Sozialstation
.  37 in weiteren Einrichtungen (Jugendhäuser, Bibliothek, mobile Hausmeister)

Zu Zeiten von Hermann Rendigs, dem langjährigen Verwaltungsdirektor der Gemeinde Stuhr bis zum Jahr 2011, seien es rund 400 Mitarbeiter gewesen, erinnert dieser sich.

Herausforderung Fachkräftemangel

Bei der aktuellen Anzahl der Stellen im Rathaus sei im Vergleich zu anderen Kommunen des Landkreises Diepholz zu beachten, dass nur die Gemeinde Stuhr eine Bauordnung habe, in welcher rund sechs Vollzeitkräfte angestellt sind. Außerdem betreibe die Gemeinde eine Vielzahl der Kindertagesstätten in eigener Trägerschaft. Deshalb gebe es einen erhöhten Aufwand im Bereich des internen Verwaltungsservice (Personalverwaltung).

Wegen des bestehenden Fachkräftemangels werde es jährlich herausfordernder, alle benötigten Stellen in der Gemeinde zu besetzten, so Stephan Korte. Insbesondere im Bereich der pädagogischen Fachkräfte sei die Sollzahl derzeitig schwer zu erreichen.

Stetig steigende Personalkosten

Im diesjährigen Haushaltsplan seien laut Rathaus für die Personalaufkosten rund 31, 1 Millionen Euro veranschlagt. „Aussagen über die tatsächlich entstandenen Aufwendungen können erst Anfang des kommenden Jahres getroffen werden“, sagt Bürgermeister Korte. Die Personalkosten in der Gemeinde Stuhr betrugen zum Vergleich im Jahr 2015 rund 20 Millionen Euro und 2010 noch 13,9 Millionen Euro.

Untergliedert ist die Gemeindeverwaltung in übergeordnete Bereiche, welche in den meisten Teilbereichen weiter untergliedert sind. Zum Beispiel könne die jeweilige Anzahl der Beschäftigen einer einzelnen Kindertagesstätte oder eines Verwaltungsbereiches ausgewertet werden. Genauso würden einzelne Aufgabenbereiche mit einem Personalschlüssel bestimmt. Die Kosten fallen daher je nach Tätigkeitsbereiche sehr unterschiedlich aus und sind im Vergleich differenziert zu betrachten, erklärt der Chef der Verwaltung.

Die Steigerung der Aufwendungen enthalte derweil die tariflichen Anpassungen sowie die Erhöhung des Personalkörpers, um die gesetzlichen Vorgaben des Bundes umzusetzen. Darunter fiel beispielsweise die Bereitstellung von zusätzlichen Betreuungsplätzen. Ganz maßgeblich sei hierfür der stetige Personalzuwachs durch den fortwährend steigenden Bedarf an Plätzen in der Kindertagesbetreuung der vergangenen Jahre zu zählen.

Einwohnerzahl maßgeblich

Ob es in Stuhr zukünftig eine eigene Pressestelle wie in Weyhe geben werde, ist laut Stephan Korte noch nicht endgültig entschieden. Derzeit wird die Pressearbeit durch die zuständige Stabstelle wahrgenommen. Die Entwicklung anderer Kommunen sei aber auch in Stuhr ein Thema.

Beamte auf Zeit erhalten eine Aufwandsentschädigung. Maßgeblich dabei ist die Einwohnerzahl der Gemeinde gemäß der Niedersächsischen Verordnung zur Kommunalbesoldung. Aktuell gilt für Stuhr die Einordnung von mehr als 30.000 und weniger als 40.001 Einwohner. Die Anpassung der Besoldung erfolgt zudem aufgrund der gesetzlichen Vorgaben aus dem Niedersächsischen Besoldungsgesetz.

Zu den drei bestbezahlten Jobs in der Verwaltung der Gemeinde Stuhr zählen die des Bürgermeisters (B5/  9.500 Euro), der Ersten Gemeinderätin (B3 / 8.400 Euro) sowie des Baudirektors (A15/ bis 6.000 Euro). Bis zum 31. Dezember 2013 war das Amt des Bürgermeisters nach B4 besoldet, das Amt des Ersten Gemeinderates nach B2. Danach wurden die Ämter aufgrund der wachsenden Einwohnerzahl um eine Besoldungsstufe angehoben. Der Bürgermeister der Gemeinde Stuhr hat im Jahr 2010 rund 7.000 Euro im Monat verdient. Somit hat sich das Bürgermeister-Gehalt in diesem Zeitraum um rund 35 Prozent erhöht.

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