Mehr Platz für Beratung

Pavillon wird Geschäftsstelle für FTSV Jahn

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Noch im Oktober will der FTSV Jahn Brinkum eine separate Geschäftsstelle in dem Pavillon einrichten.

Brinkum - Von Andreas Hapke. Eine separate Geschäftsstelle für seine beiden Büromitarbeiter – was eigentlich schon lange überfällig ist, kann der FTSV Jahn Brinkum jetzt umsetzen.

Noch im Oktober sollen Michaela Unger-Stehmeier und Alexander Pioßek in den ungefähr 65 Quadratmeter großen Pavillon vor dem Fitnessstudio Bovital an der Langen Straße umziehen. „Die Möbel sind jedenfalls bestellt“, sagt Vorstandsmitglied Elke Gärtner. Bislang hat der Verein das Gebäude für die Kinderbetreuung genutzt.

„Wenn wir es uns mal leisten können, wollen wir eine Geschäftsstelle einrichten“ – dies hatten die Verantwortlichen laut Elke Gärtner lange im Hinterkopf. Dass es nun klappt, ist der jüngsten Entwicklung in der kommunalen Kinderbetreuung geschuldet. „Die Gemeinde hat ihre Kapazitäten erweitert, was ja gut und richtig ist“, sagt Vorsitzender Rolf Meyer. „Das hat bei uns dazu geführt, dass wir unser Angebot reduzieren. Den Pavillon benötigen wir nicht mehr dafür.“ Die beiden Gruppen à zwölf Sprösslinge – eine Zweitages- und eine Dreitagesgruppe – kommen bequem im 12,5 mal 15 Meter großen Obergeschoss des Bovital unter. „In Spitzenzeiten hatten wir mal sieben Gruppen, zum Teil in der Nachmittagsbetreuung“, erinnert sich Elke Gärtner.

„Wir brauchten in erster Linie Sportstätten“

Nachdem der FTSV im Jahr 2004 unter dem Motto „Kinderbewegung“ mit der Betreuung der Kleinen angefangen hatte, schnellte die Nachfrage kontinuierlich nach oben. Also baute der Verein zwei Jahre später den Pavillon als zusätzliche Möglichkeit, auf die Bedürfnisse der Eltern aus Brinkum und Umgebung einzugehen. Die Büroarbeit stand damals noch nicht im Fokus des Vorstands. „Wir brauchten in erster Linie Sportstätten“, sagt Meyer.

Das änderte sich erst, als mit Michaela Unger-Stehmeier 2010 die erste Halbtagskraft ihre Tätigkeit aufnahm. Inzwischen ist mit Alexander Pioßek ein zweiter Mitarbeiter hinzugekommen. Noch teilen sich die beiden ein kleines Zimmer im Eingangsbereich des Bovital. Meyer: „Da ist es schon ziemlich eng, wenn zum Beispiel mal eine Mutter mit zwei Kindern vorbeikommt. Aber das Büro war nur als Übergangslösung gedacht.“

„Für unsere vielen Ordner benötigen wir entsprechend Platz“

Ein Verein von der Größe des FTSV benötige eine vernünftige Anlaufstelle, finden die beiden Vorstandsmitglieder. Nach Auskunft von Elke Gärtner hat der Publikumsverkehr zugenommen. „Was muss ich bei der Krankenkasse einreichen, wenn ich dieses oder jenes Angebot wahrnehmen will? Die Menschen haben Gesprächsbedarf, sind auf solche Informationen angewiesen“, sagt Meyer.

Kollegin Gärtner macht auf einen pragmatischen Aspekt aufmerksam: „Für unsere vielen Ordner benötigen wir entsprechend Platz, den haben wir bald. Ganz ohne Papier kommen wir noch nicht aus, weil das Finanzamt und die Rechnungsprüfer alles in prüfbarer Form haben wollen.“

Viel früher sei der Umzug in den Pavillon nicht möglich gewesen, sagt Gärtner. Grund: Der Verein hatte für den Bau des Gebäudes Zuschüsse erhalten, und die waren zehn Jahre an den Zweck Kinderbetreuung gebunden.

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