Baumgutachter empfiehlt Fällung

Pappeln an Bremer Straße müssen weg

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Die Pappeln an Bremer Straße hatten vor allem unter dem Sturmtief Xavier zu leiden. 

Brinkum - Von Andreas Hapke. Von Sebastian über Xavier bis hin zu Herwart – Herbststürme haben im vergangenen Jahr in Niedersachsen ihre Spuren hinterlassen. Mit den Folgen haben die Kommunen noch heute zu kämpfen, da bildet auch Stuhr keine Ausnahme. Nach Auskunft von Henning Winter vom Fachdienst Hoch-, Tief- und Landschaftsbau müssen an der Bremer Straße in Brinkum rund 60 Pappeln weichen, weil sie stark beschädigt worden waren.

Die Arbeiten in Höhe des Pendlerparkplatzes nahe der Anschlussstelle (AS) Brinkum der Autobahn 1 gehen voraussichtlich von Montag bis Freitag, 19. bis 23. Februar, über die Bühne. In diesem Zeitraum müssen die Autofahrer mit Einschränkungen rechnen. Eine einseitige Befahrbarkeit der Straße soll aber gewährleistet sein.

Laut Winter hatte die Gemeinde die Bruchsicherheit der Bäume durch einen Sachverständigen beurteilen lassen. Ergebnis: Auf Dauer ist die Verkehrssicherheit der Pappeln nicht zu gewährleisten. „Deshalb haben wir den Auftrag erteilt, sie zu fällen.“ Aus dem selben Grund habe die Autobahnmeisterei bereits vor einigen Jahren in der Auffahrt der AS Brinkum Pappeln beseitigt.

Bei den Bäumen handelt es sich um sogenannte Hybrid-Pappeln – eine Weichholzbaumart, die „artspezifisch“ stark zum Ausbruch von Kronenteilen neige, wie Winter erklärt. Früher habe man ihre Anpflanzung an Straßen nicht als problematisch angesehen, doch im Alter würden Äste „unkontrolliert“ herausbrechen. Dies sei auch durch Pflege kaum zu verhindern. Winter: „Bei den beschädigten Pappeln an der Bremer Straße wären jetzt umfangreiche Schnittmaßnahmen fällig. Diese würden große Wunden hinterlassen und ausfaulen.“ Das alles vor dem Hintergrund, dass die Bäume mit 60 Jahren ihr maximales Lebensalter fast schon erreicht hätten. „Das lohnt sich nicht mehr“, sagt Winter. So habe es auch der Baumgutachter gesehen.

Für die gefällten Pappeln sind Ersatzpflanzungen im gesamten Gemeindegebiet vorgesehen. An selber Stelle hätte das laut Winter keinen Sinn gemacht, da sich der betroffene Bereich im Planungsraum der „Bundesstraße  6 neu“ befindet. Überhaupt würden Hybrid-Pappeln heute nicht mehr an Straßen angepflanzt. Mit der Fällung seien die größeren, zusammenhängenden Verwüstungen durch die Stürme beseitigt, sagt Winter. Lediglich vereinzelt sei noch etwas zu tun.

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