Die Ortsdurchfahrt ist wieder frei, Schilder stehen zum Teil noch

„Die Leute fahren nach wie vor die Umleitung“

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Gestern Nachmittag standen die Umleitungsschilder noch an der B51 in Fahrenhorst.

Gr. Mackenstedt - Von Sandra Bischoff. Die Ortsdurchfahrt Groß Mackenstedt ist seit gestern offiziell wieder frei. Eigentlich. „Fakt ist, dass überall noch Sperrbaken stehen“, sagt Sebastian Willen von der Avia-Tankstelle an der Harpstedter Straße.

An der Malsch habe er gestern noch welche gesehen, und „die Aufsteller am Dreimädelhaus in Kirchseelte habe ich am Montagabend eigenhändig zur Seite geschoben“. Er sei durch Stuhr gefahren, um seine eigenen Umleitungsschilder zu seiner Tankstelle abzumontieren.

Nach Absprache mit dem Straßenbauamt Nienburg hatte die Gemeinde in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass am Dienstag alle Schilder abmontiert sein sollten und auf der B322 wieder freie Fahrt herrsche. „Die Schilder schrecken die Leute ab, die fahren nach wie vor die Umleitung“, sagt Willen. In der Ortsdurchfahrt gehe es noch recht ruhig zu, Lastwagen seien dort kaum zu sehen.

Umsatzeinbußen von bis zu 50 Prozent musste Willen nach eigener Aussage durch die Baustelle, die Anfang Mai eingerichtet worden war, hinnehmen. Allerdings habe er auf seine Stammkunden zählen können. „Ich bin heilfroh, dass die weiterhin gekommen sind.“

Alles in allem hätte er sich vom Straßenbauamt Nienburg mehr Unterstützung gewünscht, so der Unternehmer. „Die Infos kamen nur vom ausführenden Bauunternehmen, aber aus Nienburg habe ich seit der Infoveranstaltung im Feuerwehrhaus Stuhr niemanden mehr gehört oder gesehen.“

Die Bäckereifiliale Brüne Meyer an der B322 lebt vom Durchgangsverkehr, wie Geschäftsführer Markus Meyer sagt. Er spricht von 46 Prozent Einbußen während der Bauphase. „Es wird Wochen dauern, bis sich der Zustand von vorher wieder eingependelt hat, aber langsam merken wir, dass wieder mehr Kunden kommen.“

Genau wie Sebastian Willen wundert sich auch Melanie Schierholz von Mellis Reitershop über die noch vorhandenen Schilder. „Wie kann man vier Tage brauchen, um sie abzubauen? Ich verstehe das nicht.“ Am Montag habe sie eine Rundmail an 1000 Kunden geschrieben, „da war der Laden wieder voll“.

Einbußen durch

Vollsperrung

Ihr Geschäft habe vor allem durch die mehrtägige Vollsperrung Einbußen verzeichnet. Schließen konnte sie ihren Laden dennoch nicht. „Wir haben ja eine Sattlerei, und der Sattler musste zu den Kunden raus.“ Dazu sei er über die Proppstraße gefahren, die allerdings nur für Anlieger frei sei und nicht für die Kunden, die zum Reitsportgeschäft wollen. Zwischenzeitlich habe die Polizei am Gasthaus Stührmann gestanden und Autofahrer zur Kasse gebeten, die trotz der Sperrung durch den Ort gefahren seien. „Das war für uns absolut geschäftsschädigend“, sagt Schierholz.

Die Baufirma Georg Koch hat laut Bauleiter Bodo Eberhardt ein anderes Unternehmen für die Beschilderung beauftragt. Das ist auch für den Abbau verantwortlich. Probleme habe es mit den Schildern an der Autobahn gegeben, die in großen Betonfundamenten befestigt sind. Ein Autokran sollte sie abmontieren, „der ist aber nicht erschienen“, berichtet Eberhardt. Deshalb habe die beauftragte Firma die Schilder durchgekreuzt. „Vielleicht wurde da auch mal eins vergessen“, mutmaßt der Bauleiter. Um 8 Uhr soll der Autokran heute anrücken und bis 11 Uhr alle Schilder von der A1 entfernen. Auch das weiße Hinweisschild an der B51 in Fahrenhorst soll bis heute Mittag weg sein. „Dann müssten eigentlich alle Umleitungsschilder verschwunden sein“, so Eberhardt.

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