Organisationsteam stemmt das Sommerfestival ohne Zugpferd

Ein besonderes Finale zu Ehren Helmut Franks

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Insgesamt 27 Teams haben sich für den Halbmarathon beim Sommerfestival auf Gut Varrel angemeldet. Archivfoto: Husmann

Varrel - Von Sandra Bischoff. „Wir haben vor, Top-Konzerte auf die Bühne zu bringen“, sagen Axel Freuer und Detlef Gödicke vom Verein „A heart for Stuhr“. Nach dem überraschenden Tod des Initiators und Zugpferds Helmut Frank sei das Organisationsteam noch enger zusammengerückt, um das dreitägige Sommerfestival auf Gut Varrel auf die Beine zu stellen. „Helmut hat das Festival immer als sein ganz persönliches Baby empfunden“, so Freuer. Dem wolle man Rechnung tragen.

„An zwei Abenden haben wir hochkarätige Bands, Helmut hat tolle Events ausgesucht“, sagt Detlef Gödicke, der nun für die Organisation der Konzerte zuständig ist. Die Familie habe ihn gebeten, die Aufgabe zu übernehmen, als absehbar war, dass sein Schwiegervater das Hamburger Krankenhaus nicht verlassen könne, um am Festival teil-zunehmen.

An den Auftritten der Bands ändert sich laut Gödicke nichts. Die Bon-Jovi-Coverband Bounce bildet am morgigen Freitag um 20 Uhr den Auftakt in der Gutsscheune. Gegen 22.30 Uhr folgen Nathalie Dorra und Ole Feddersen mit „nu addition“. Am Sonnabend steht ab 20 Uhr die Bruce-Springsteen-Coverband Bosstime auf der Bühne. Im Anschluss folgt als „absoluter Top-Act“ (Gödicke) Ray Wilson mit Band. Das ehemalige Mitglied von Genesis bringt alte Songs der bekannten britischen Formation zu Gehör. „Alle Künstler spielen komplett live“, betont Gödicke.

Zu Ehren Helmut Franks soll als Finale im Anschluss an die Konzerte das Lieblingslied des Verstorbenen, „Sailing“ von Rod Stewart, erklingen. „Dazu kommen alle Musiker noch einmal auf die Bühne“, sagt Gödicke. Er selbst spiele das Akkordeon, und Franks langjährige Weggefährten, die Bremerhavener Musiker George Maier und George B. Miller, sind dann als Gäste ebenso mit auf der Bühne wie die Bremer Sängerin Mirjana Uhde. „Wir denken damit und mit einigen Worten zu Beginn des Festivals ist es genug“, sagen Gödicke und Freuer. Schließliche solle es eine fröhliche Party werden, wie Helmut Frank es sich gewünscht hatte mit „geilen Bands“, wie er es nannte. Gödicke übernimmt an beiden Abenden die Moderation.

Max Lorenz gibt den Startschuss

Wie berichtet, haben die Organisatoren das für Sonnabend geplante Fußballturnier abgesagt. Der Halbmarathon geht allerdings wie gehabt über die Bühne. Den Startschuss gibt der ehemalige Werder-Profi und Nationalspieler Max Lorenz am Sonntag um 10 Uhr ab. 27 Teams haben sich angemeldet. „So viele wie noch nie“, sagt Freuer.

Erstmals werden die Preise ausgelost. „Helmut war aufgefallen, dass einige Teams sich Profi-Läufer eingekauft hatten, deshalb haben wir das geändert, weil es für die reinen Hobbymannschaften sonst unfair ist“, sagen die Organisatoren. Unter anderem gibt es eine Reise nach Mallorca für zehn Personen zu gewinnen. Das schnellste Team erhält außerdem einen Sonderpreis. „Es bleibt also bis zum Schluss spannend“, so Freuer. Eigentlich sollte die Sängerin Julia Neigel die Gewinner ziehen. „Sie war sehr eng mit Helmut befreundet und hat jetzt abgesagt“, berichtet Gödicke. Stattdessen übernimmt Franks Stieftochter Debbie Gödicke-Höfken die Funktion der Glücksfee. Sie zieht auch am Samstagabend die Gewinner der Eintrittskartenverlosung.

Die Organisatoren weisen Besucher darauf hin, den Parkplatz am Varreler Feld zu nutzen. Nur am Eingang hinter der Brücke neben der Wassermühle ist eine Kasse eingerichtet. Ein Zugang auf das Festivalgelände über den Sportplatz ist nicht möglich. Der Eintritt pro Abend kostet 30 Euro. Ein Teil der Eintrittsgelder wird gespendet. „Der Vorverkauf läuft gut“, sagt Freier. Tickets gibt es unter anderem in den Geschäftsstellen der Kreiszeitung sowie an der Abendkasse.

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