„Oper und Operette auf dem Lande“ überzeugt das Publikum in der Scheune

Reise durch die Welt der klassischen Melodien

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Sopranistin Franka Kraneis und Tenor Luis Olivares Sandoval im Duett im Opernteil.

Varrel - Von Angelika Kratz. Dass Opern- und Operettenmelodien nicht nur in einem Konzertsaal begeistern können, sondern auch unter den alten Balken einer ehemaligen Gutsscheune, wurde am Sonnabend zum zwölften Mal in Varrel bewiesen.

Die zum beginnenden Frühjahr gehörende Veranstaltung „Oper und Operette auf dem Lande“ war für die Fangemeinde der klassischen Musikrichtung wieder ein perfekter Abend, der den Gästen einen gut zweistündigen Melodienbogen bot und dank hochkarätiger Besetzung zu einem Ohrenschmaus wurde.

Jörg Mielke hielt erneut die künstlerische Leitung in den Händen und präsentierte auch im Jahr 2015 wieder ein wunderschönes, abwechslungsreiches Programm.

Der Oper gehörte der erste abendliche Teil, der mit dem Auftrittslied Escamillo „Votre Toast“ aus Georges Bizets Oper „Carmen“ eröffnet wurde. Den servierte Bass-Bariton Thomas Mayr, der zur Freude der ausverkauften Gutsscheune wieder mit dabei war. Mit seinem charmanten Wiener Schmäh übernahm er wie im Vorjahr die Moderation. Auch Werner Marihart , Pianist und musikalischer Leiter am Klavier, sowie Wassilij Rusznak (Violine) wurden vom Publikum wie lieb gewonnene Freunde begrüßt. Mit Flötistin Susanne Farwick gab es bei den Instrumenten ein neues Gesicht, ebenso erstmals dabei der Tenor Luis Olivares Sandoval und die Sopranistin Franka Kraneis.

Nach dem temperamentvollen Beginn ging es beschwingt weiter zu Giuseppe Verdis „Rigoletto“. Im Duett überzeugten Franka Kraneis und Luis Olivares Sandoval, und die beiden „Neuen“ sollten sich im Laufe des Abends, genau wie bereits Thomas Mayr, zu Publikumslieblingen entwickeln. Die Reise durch die Opernwelt ging weiter zu Abstechern aus Mozarts „Zauberflöte“, Jules Massenets „Werther“ und Verdis „Don Carlo“. Ein Glas Wein wurde nicht nur zum „Libiamo“ aus „La Traviato“ erhoben, vielmehr auch in der sich anschließenden Pause und dem Ansturm an der Getränkebar.

Der Operette galt der zweite Teil des Programms mit Johann Strauß und seiner Fledermaus, dem singenden Traum von Richard Tauber bis hin zur lustigen Witwe von Franz Lehár.

Wassilij Rusznak und Werner Marinart, sowie Flötistin Susanne Farwick ließen die wundervollen Stimmen zwischendurch für einen Moment zur Ruhe kommen und übernahmen das Programm. Meisterlich präsentierten sie die Zigeunerweisen von Pablo de Sarasate und John Rutters Flötenstück „Suite Antique“.

Mit einem Abstecher in die Musicalwelt und dem sich anschließenden Ball im Savoy konnte sich das begeisterte Publikum nicht einfach auf den Heimweg machen, denn nach solch einem überzeugenden Auftritt gehören Zugaben einfach dazu.

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