Medien-Systemtechnik ermöglicht Kommunikation

Skypen ohne Hemmungen: Stuhrer Firma will Senioren die Angst vor Videoanrufen nehmen 

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Berichtet per Skype über Möglichkeiten des Skypens: MST-Chef Ralf-Peter Franz.

Hier die Firma Medien-Systemtechnik (MST), der in der Corona-Pandemie Aufträge weggebrochen sind. Dort Senioren, die aufgrund der verordneten Kontaktbeschränkungen in Altenheimen oder ihrem privaten Haushalt auf den Besuch der Familie verzichten müssen. Wie das zusammenpasst? Indem das auf Medien- und Veranstaltungstechnik spezialisierte Unternehmen den Senioren die Angst vor der Video- und Bildtelefonie nimmt – und ihnen so die Kommunikation mit der Außenwelt ermöglicht.

Stuhr - „Nachdem wir uns eine Weile sortiert haben, haben wir uns gefragt, was wir jetzt tun können“, beschreibt Geschäftsführer Ralf-Peter Franz die Situation seines Betriebs nach dem von der Bundesregierung verordneten Lockdown. Das Ergebnis: eine individuell angepasste, einfache digitale Lösung, die dem User die Kontaktaufnahme per Knopfdruck erlaubt.

Die Firma würde die Technik so vorbereiten, dass sie direkt in der jeweiligen Einrichtung oder Wohnung zu nutzen ist. Dazu würde sie auf der Oberfläche der von ihr zur Verfügung gestellten Notebooks ein Symbol platzieren, das nach dem Anklicken die Anwendung startet, zum Beispiel Skypen mit der Familie. Sollten sich in einer Seniorenresidenz mehrere Bewohner ein Notebook teilen, würde MST entsprechend viele Icons einrichten. „Ansonsten wird auf dem Desktop nur erscheinen, was wir brauchen. Die Technik soll ja nicht abschrecken, sondern ermuntern“, sagt Franz. Er ist sich sicher: „Wer das drei oder vier Mal gemacht hat, wird damit entspannt umgehen. Die Hemmschwellle fällt weg.“ Bei Problemen sei eine Betreuung von extern möglich.

„Kleine Unkostenpauschale“ für digitale Lösung

Laut Franz wäre die Hygiene bei mehreren Nutzern gewährleistet. „Jeder User würde einen eigenen Kopfhörer erhalten. Später könnte man auch über Schnittstellen zu Hörgeräten nachdenken.“ Die Laptops werden vorab desinfiziert und hygienisch verpackt an die Einrichtung geliefert. Sollten sie trotz sorgfältigen Umgangs beschädigt werden, sei das kein Problem. Die Geräte seien über die Firma versichert.

Voraussetzung für die Einrichtung der mobilen Video- und Bildtelefonie ist ein WLAN-Anschluss oder eine ortsgebundene Lan-Kabelstruktur für die Internetanbindung. „Und eine E-Mail-Adresse für die Kontoanmeldung. Ansonsten wollen wir die benötigten Daten schlank halten, auch ein Passwort wird es nicht geben“, kündigt Franz an. Für ihre digitale Lösung würde die Firma eine „kleine Unkostenpauschale erheben“. Das Angebot sei zunächst bis Ende September befristet. Franz: „Wir wissen nicht, wie sich die Lage entwickelt. Erste Lockerungen für Besuche in Senioren- und Pflegeeinrichtungen gibt es ja schon.“

Information

MST Medien-Systemtechnik, Bremer Straße 63, Telefon 0421/20 77 330, mobil 0151/52 63 36 30, E-Mail rpfranz@mst-extra.net, www.mst-extra.net

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