Offizielle Einweihung des Mensa-Anbaus in der Grundschule Brinkum

„Essen gibt Kindern Kraftfür den Rest des Tages“

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Was gibt es denn heute Schönes zu Mittag? Corinna Jürgens lüftet das Geheimnis für Schulleiterin Jutta Hisgen und Bürgermeister Niels Thomsen. Eine vegetarische Lasagne kommt zum Vorschein.

Brinkum - Von Andreas Hapke. Nudeln sind das Lieblingsessen von Dean, Zweitklässler an der Grundschule Brinkum. Insofern war gestern sein Tag. Zur Einweihung der neuen Mensa servierten Renate Drewniok und Corinna Jürgens einen Maccaroni-Schinken-Auflauf und vegetarische Lasagne. Neben den – freitags wenigen – Schülern ließen sich einige Lehrer und Mitarbeiter der am Bau beteiligten Firmen sowie Vertreter aus Politik und Verwaltung das Essen schmecken.

„Nur pure Begeisterung“ ist Schulleiterin Jutta Hisgen nach eigener Auskunft entgegengeschlagen, seit die Schule die neue Mensa in Betrieb genommen hatte. „Diese Räume haben nicht mehr viel mit Schule zu tun, sondern mit Ganztag“, sagte Hisgen in ihrer Begrüßung. Die Umbauphase sei glatt gelaufen. „Wir könnten so weitermachen, den nächsten Anbau starten.“

Doch nach der energetischen Sanierung zwischen 2006 und 2009 sowie dem Umbau der vorhandenen Pavillons zu einer lichtdurchfluteten Mensa zwischen Juli 2014 und März dieses Jahres wird „hier im Moment nicht weitergebaut“, wie Bürgermeister Niels Thomsen in seinem Grußwort erklärte.

„Schule ist mehr als Schule“, sagte Thomsen. Das Mittagessen spiele für das Ganztagsangebot eine zentrale Rolle. Deshalb freue er sich, dass der Rat für die Brinkumer Mensa 918000 Euro in den Haushalt eingestellt habe, um „dem Ganztag das richtige Gewicht im Schulalltag zu geben“.

Für diesen Betrag hat die Schule einen insgesamt 224 Quadratmeter großen Anbau mit drei Speiseräumen bekommen. Der 102 Quadratmeter große „Innenhof“ kann entweder als zusätzlicher Speiseraum oder als Aufenthaltsgelegenheit genutzt werden. Pro Schicht bietet der Anbau Platz für 140 Schüler.

Laut Hisgen nehmen zurzeit 168 Kinder an der Mittagsverpflegung teil, die von montags bis donnerstags in zwei Gruppen über die Bühne geht. Zunächst sind die Erst- und Zweitklässler an der Reihe, dann die älteren Kollegen aus dem dritten und vierten Jahrgang, da diese länger Unterricht haben.

Die Umstellung der Verpflegung von Warmanlieferung auf Tiefkühl-Mischkost hatte einen maßgeblichen Anteil bei der Planung und Finanzierung der baulichen Erweiterung. Für das System, das die Zubereitung eines frischen Essens in der Schule erlaubt, sind eine gewerbliche Küchenausstattung und die Beschäftigung einer Hauswirtschafterin erforderlich. Die Küche beinhaltet nun Lager, Kühlzelle und Spülküche, für das Personal entstanden Umkleide, Toilette und Büro.

Der Aufwand hat sich scheinbar gelohnt: „Gut“ und „voll lecker“ finden Deans Tischgenossen die Mahlzeiten seit Einführung der TK-Mischkost. Und Thomsen sprach von einem „gesunden Essen“, das den Kindern Kraft für den Rest des Tages gebe.

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