Brinkum bekommt die „bunte Mischung“

Nino de Angelo tritt bei Benefizveranstaltung „Kickers for Help“ auf

Hoffen auf viele Gäste und vielleicht noch ein paar Sponsoren für die gute Sache: Michael Eilers, Thomas Niestädt (beide hinten), Ilona Flügel (alle „Kickers for Help“) und Nino de Angelo. - Foto: Ehlers

Stuhr - Von Julia Kreykenbohm. Mit zwölf, dreizehn Jahren stand er auf dem grünen Rasen vor dem Tor, von Kopf bis Fuß ganz wie das große Idol Sepp Maier gekleidet, immer bereit „den Kasten sauber zu halten“ und hat gehofft, dass der Körper sich bitte, bitte noch ein bisschen strecken möge. Vergeblich. Es blieb bei 1,70 Metern. Vielleicht war es Schicksal, denn weil es mit der Karriere als Profi-Torhüter nichts werden konnte, fiel es nicht schwer, den grünen Rasen gegen die Bühne zu tauschen, wo die Körpergröße keine Rolle spielte.

Auf der ist er nun seit rund 35 Jahren zu Hause und wird ihr auch am 17. Juni treu bleiben. An dem Tag ist er zwar der Hauptact einer sportlichen Veranstaltung, aber statt tagsüber die Fußballschuhe zu schnüren, greift er lieber am Abend bei der großen Summer-Party-Night zum Mikrofon, um die hoffentlich gute Laune noch mehr zu steigern. 

„Ich will mir größte Mühe geben, aus dem Abend etwas Wunderschönes zu machen“, verspricht Schlagersänger Nino de Angelo. Der 54-Jährige unterstützt mit seinem Auftritt die Benefizveranstaltung „Kickers for help“. Von 11 bis 17 Uhr kicken auf dem Kunstrasenplatz des Brinkumer Sportvereins an der Pappelstraße sechs Mannschaften. Die Spiele erfolgen auf einem Großfeld und dauern 15 Minuten. Jeder spielt gegen jeden, auch eine Mannschaft aus den TV-Formaten Big Brother und Newtopia nimmt teil.

Einnahmen für einen guten Zweck 

Abends geht die Party im Bremer Tor weiter. Drei Künstler wollen dann die Gäste begeistern, Nino de Angelo ist der Stargast. Wann er auftritt, wird im Vorfeld nicht verraten. Die Einnahmen spendet „Kickers for Help“ dem Bremer Verein Trauerland.

Stolz macht die Mitglieder des Vereins „Kickers for Help“ die tolle Unterstützung durch Brinkumer Unternehmen. „Jeder gibt etwas dazu“, freut sich Ilona Flügel. Doch über weitere Sponsoren freue man sich natürlich immer. Sie können über die Homepage Kontakt aufnehmen. Vielen Leuten hätten schon gefragt, wann es Karten für das Event zu kaufen gebe, berichtet Fügel. Die Antwort: Ab dem 21. Mai. An dem Tag ist der Verein auch auf der Oldimer-Show mit einem Info-stand vertreten. Interessierte sollten sich beeilen. „Mehr als 600 Leute haben im Bremer Tor nicht Platz.“

Nino de Angelo freut sich auf seinen Auftritt in Brinkum. Er habe sich vorgenommen, einmal im Jahr eine gute Sache zu unterstützen und schätze die Arbeit von Trauerland sehr. „Es gibt nichts Schlimmeres, als einen Angehörigen zu verlieren“, sagt der 54-Jährige, der seit einiger Zeit in Bruchhausen-Vilsen wohnt und sich im Landkreis Diepholz schon gut eingewöhnt hat. „Das Landleben tut mir gut“, strahlt er. „Es war ein positiver Tapetenwechsel, die Leute stehen mit beiden Beinen auf der Erde – und es gibt einen anständigen Fußballverein in der Nähe.“ Immer, wenn er von der Autobahn abfahre, stelle sich gute Laune ein.

Die Gemeinde Stuhr kennt er bisher nur „vom Vorbeifahren“, aber er nimmt seinen Auftritt gern zum Anlass, sie kennenzulernen. Er will eine bunte Mischung aus bekannten Titeln und Songs von seinem neuen Album präsentieren. Dadurch bereitet er sich auch ein bisschen auf seine große Tournee vor, die dieses Jahr noch ansteht.

Nino de Angelo hört Klassik 

Privat hört der Schlagersänger gern Klassik, vor allem beim Autofahren: „Das entspannt“. Überhaupt gefalle ihm alles, was „Tiefe hat“. Neue Entwicklungen, besonders die Castingshows im Fernsehen, sind weniger sein Fall. „Der Markt wird überschwemmt mit Produktionen, die keiner braucht. Wirkliche Kunst und Leidenschaft steckt nicht dahinter.“

Er selbst möchte noch so lange wie möglich auf der Bühne stehen. „Ich kann ja auch nix anderes“, sagt de Angelo und schmunzelt. Und könnte er sich vorstellen, auch mal bei dem Kickers-for-help-Turnier mitzuspielen? Der Sänger zwinkert „Vielleicht als Ersatz-Keeper. Aber dann müssen sie das Tor kleiner machen.“

www.kickers-for-help.de

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