Von niedlich bis schwer vermittelbar

Tag der offenen Tür in der Arche Noah Brinkum

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Manch Vierbeiner nutzt das Fest, um sich künftigen Frauchen von seiner knutschkugeligen Schokoladenseite zu zeigen.

Brinkum - Am Wochenende hat sich das Tierheim „Arche Noah“ wieder mit einem Tag der offenen Tür zahlreichen Besuchern vorgestellt. Nicht nur Freunde der Einrichtung und Hundebesitzer, die über das Tierheim ihren vierbeinigen Liebling erhalten haben, waren gekommen. Zu den Interessierten zählten auch Gäste, die sich mit dem Gedanken tragen, einen Hund oder eine Katze zu erwerben.

Für einige der etwa 50 Hunde, die das Tierheim zurzeit beherbergt, wird sich dann der Wunsch nach eigenen Bezugspersonen erfüllen. Aber die Auswahl ist groß, „und viele sehen so richtig niedlich aus“, wie ein Ehepaar aus der Bremer Neustadt berichtete. „Mal sehen“, hieß es nur auf die Frage, ob sie sich denn vorstellen könnten, einen davon in ihre Familie aufzunehmen. Der Staffordshire-Terrier „Jack“ und „Ermis“, der Griechische Hirtenhund, werden wohl kaum dazu gehören. Sie leben schon seit vier Jahren in der „Arche Noah“ und gelten als schwer vermittelbar, weil sie „spezielle Eigenarten“ haben, wie die ehemalige Tierheim-Mitarbeiterin Gaby Redeker berichtete.

Auch wenn an beiden Tagen eine Hundevorstellung auf dem Programm stand und Mitarbeiter Tiere präsentierten und über deren Rasse und Eigenschaften informierten –- so einfach mitnehmen konnte niemand einen Bewohner. „Wir freuen uns immer, wenn uns eine Vermittlung gelingt“, bestätigte Heimleiterin Mareike Bergmann zwar, aber zuvor müssten immer einige Sachverhalte geprüft werden. Zunächst gehe es um die häuslichen Bedingungen, die den Hund erwarten. Außerdem passe auch nicht jeder Vierbeiner zu jeder Familie. Das zeige sich erst nach einiger Zeit, in der die Interessenten den Hund weiterhin in der Arche besuchen, mit ihm Gassi gehen und ihn dann tagsüber mit nach Haus nehmen.

147 Hunde, 145 Katzen und 39 Kleintiere vermittelt

Jeder Hund, der abgegeben wird, ist geimpft und gechipt und, wenn es gesundheitlich vertretbar ist, auch kastriert.

Im vorigen Jahr wurden 147 Hunde, 145 Katzen und 39 Kleintiere vermittelt. Rassen spielten dabei überhaupt keine Rolle. „Hund ist Hund“, erklärte die Tierheimleiterin.

Sie freute sich über die vielen Gäste, die sich bei einem Rundgang auch die Baustelle der Katzen-Außenanlage anschauen konnten, wo gegenwärtig etwa 100 Katzen leben. Diese Anlage befand sich bisher noch in dem Zustand des Gründungsjahrs 1985. Sie wird jetzt erweitert. Dafür löst das Tierheim die Kleintierabteilung mit Kaninchen und Meerschweinchen auf.

Dort wird auch ein neuer Tierarzt-Raum eingerichtet, in dem Mitarbeiter der Tierklinik Posthausen auch kleinere Operationen vornehmen können. Sie zeigten am Samstag einige Maßnahmen zur Ersten Hilfe am Hund.

Am Sonntag stellte Karin Freiling „Tellington TTouch“ vor, ein Lernprogramm, um Verhaltensweisen von Hunden zu verändern und die Mensch-Tier-Beziehung zu verbessern. Trainerin Kirsten Borchers-Schietke gab weitere Anregungen für einen gewaltlosen Umgang mit Hunden. Es gab Kinder, die spontan den Wunsch äußerten, mit einem Hund Gassi zu gehen. Sie erfuhren, dass ihnen das wegen ihres Alters nur in Begleitung Erwachsener gestattet ist, und dass ihnen dafür auch nur vom Tierheim ausgewählte Hunde zur Verfügung gestellt werden. bt

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