Premiere

Stuhrer erhalten Ehrenamtskarten 

Die ersten drei Inhaber der Ehrenamtskarte in Stuhr: (v.l.) Sandra Banach, Henri Marquardt und Ute Sydow. - Foto: Hapke

Stuhr - Von Andreas Hapke. Zunächst habe sie hin- und herüberlegt, ob sie die Niedersächsische Ehrenamtskarte überhaupt beantragen soll. Dann aber sei sie zu dem Schluss gekommen: „Natürlich. Du hast sie dir verdient.“ Und wer möchte ihr da widersprechen? Ute Sydow, unter anderem durch ihre Tätigkeiten im Seckenhauser Kirchenvorstand und im Flüchtlingsnetz Stuhr bekannt, ist eine der ersten drei Personen, denen Bürgermeister Niels Thomsen nun die Karte überreicht hat. Deren Einführung in Stuhr hatte der Gemeinderat Anfang März beschlossen.

Neben Ute Sydow nahmen am Montagabend auch Sandra Banach und Henri Marquardt den scheckkartengroßen Ausweis mit der Aufschrift „Sie sind Gold wert“ entgegen.

Gold wert ist Marquardt, weil er seit 2002 für die Medienwerkstatt das Geschehen in Stuhr und Umgebung mit der Kamera festhält, seit 2006 sogar als erster Vorsitzender der Hobbyfilmer.

Sandra Banach hat sich die Würdigung durch ihre Tätigkeit als Fachberaterin für Brandschutzerziehung und -aufklärung bei der Freiwilligen Feuerwehr Stuhr verdient. Den Antrag hatte allerdings ihr Mann Uwe für sie gestellt, selbst Gemeindebrandschutzerzieher. „Da sie nicht in der aktiven Truppe ist, kann sie nicht befördert werden“, begründet er. Mit der Karte erhalte auch sie mal eine Auszeichnung.

Engagement wertschätzen 

Bürgermeister Niels Thomsen nennt die Karte einen „weiteren Bestandteil der Wertschätzung“ von bürgerlichem Engagement und ein Anreiz dafür, ähnlich wie der Stuhrer Wolf. „Es kann nicht genug Ehrenamtliche geben, die Aufgaben wachsen immens. Vor drei Jahren hätte niemand gedacht, was mit der Integration der Flüchtlinge auf uns zukommt.“ Viele, die sich einsetzten, würden älter werden. „Es mangelt an jüngeren Menschen.“

Der Ausweis musste bis Ende März beantragt werden und gestattet seinen Besitzern Vergünstigungen bei diversen Veranstaltungen, und das bundesweit. Weitere Voraussetzung: Der Bewerber muss nachweislich fünf Stunden pro Woche oder mindestens 250 Stunden pro Jahr ehrenamtlich tätig sein. Dies können in der Regel die Vereine und Institutionen bestätigen. Ansonsten „gucken wir da mit drauf“, sagt Thomsen. Die Gemeinde kenne ihre freiwilligen Helfer.

Nächster Stichtag für die Antragstellung ist der 30. September. Wer sich dazu berufen fühlt, kann sich unter der Telefonnummer 0421/56 95 500 melden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Die Waffen sind weg: Farc-Krieg ist endgültig Geschichte

Die Waffen sind weg: Farc-Krieg ist endgültig Geschichte

Bund und Niedersachsen streiten über Zahl der Fipronil-Eier

Bund und Niedersachsen streiten über Zahl der Fipronil-Eier

Vorsicht: Im Straßenverkehr dieser Länder geht es gefährlich zu

Vorsicht: Im Straßenverkehr dieser Länder geht es gefährlich zu

Fischerstechen in Lauenbrück

Fischerstechen in Lauenbrück

Meistgelesene Artikel

Gemeinsame Fahrrad-Tour: Ist Diepholzerin die Neue von Leonardo DiCaprio?

Gemeinsame Fahrrad-Tour: Ist Diepholzerin die Neue von Leonardo DiCaprio?

Sturm setzt Keller und Geschäfte in Brinkum unter Wasser

Sturm setzt Keller und Geschäfte in Brinkum unter Wasser

Syker Entenrennen endet mit denkbar knappem Zieleinlauf

Syker Entenrennen endet mit denkbar knappem Zieleinlauf

Aus der Disco direkt gegen eine Laterne und in eine Schlägerei

Aus der Disco direkt gegen eine Laterne und in eine Schlägerei

Kommentare