Nicht schimpfen, sondern mitmachen

Für ihr gesellschaftliches Engagement erhält Angela Wilken den Stuhrer Wolf

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Angela Wilken mit dem Stuhrer Wolf als Auszeichnung für ihr ehrenamtliches Engagement. Hauptsächlich bringt sie sich zurzeit im Heiligenroder Kirchenvorstand ein.

Heiligenrode - Von Andreas Hapke. Warum sie sich ehrenamtlich engagiert? „Weil es einem ganz viel bringt“, sagt die Heiligenroderin Angela Wilken.

„Man kommt mit vielen Leuten zusammen und kann sich ausprobieren. Man kann sich auf eine Art und Weise einbringen, die noch unentdeckt ist.“ Für ihren Tatendrang zum Wohle der Allgemeinheit ist sie kürzlich mit dem Stuhrer Wolf ausgezeichnet worden.

Ihre Eltern haben das Engagement vorgelebt

Nicht schimpfen, sondern mitmachen, so lautet das Motto von Angela Wilken. Am meisten macht sie zurzeit im Vorstand der Kirchengemeinde Heiligenrode mit. Seit Anfang vergangenen Jahres gehört sie dem Gremium an. „Jemand hat aufgehört, und ich bin gefragt worden, weil ich schon im kirchlichen Förderverein tätig war. Da mache ich die Kasse.“ So schnell rückt man in den Fokus, wenn einem das Gemeinwohl am Herzen liegt.

Angela Wilken hat das von ihren Eltern vorgelebt bekommen. Papa Heinrich de Buhr war unter anderem maßgeblich an der Gründung des DLRG-Stützpunkts am Steller See beteiligt und im Heimatverein aktiv, Mama Ingeborg im Deutschen Roten Kreuz. Da war der Weg ins Ehrenamt vorgezeichnet.

„Ich bin gerne unter Menschen“

Schon in jungen Jahren hilft Angela Wilken in der DLRG mit aus. Kasse, Aufsicht, Schwimmausbildung sowie die Organisation von Veranstaltungen wie „Steller See in Flammen“ – es gibt eine Menge zu tun auf dem Platz, den heute ihr Bruder Helge de Buhr pachtet.

Später engagiert sie sich 20 Jahre lang als Ortsvertrauensfrau bei den Landfrauen und im Heimatverein Heiligenrode, dessen Vorstand sie heute noch als Beisitzerin unterstützt. „Ich bin gerne unter Menschen. Andere gehen eben lieber spazieren“, sagt die 68-Jährige. Das Ehrenamt bietet ihr eine Alternative zur Arbeit in der Firma ihres Mannes. „Ich habe mich immer gefreut, wenn ich aus dem Haus komme.“

Ihren Job bei den Landfrauen gibt sie Anfang 2016 in jüngere Hände, zeitgleich schraubt sie auch ihr Engagement für den Heimatverein etwas zurück. Grund ist in beiden Fällen die Tätigkeit im Kirchenvorstand.

Schwerpunkt liegt derzeit auf der Verwaltung des Friedhofs

„Dort mitzuwirken, ist wie einen kleinen Betrieb zu verwalten“, sagt Wilken. Mit einem Unterschied: „Das Geld, das wir haben, können wir nicht nach unserem Gusto ausgeben. Das müssen wir uns absegnen lassen.“

Den Schwerpunkt ihrer Beschäftigung bildet die Verwaltung des Friedhofs, für den eine neue Satzung ansteht. „Die müssen wir anpassen. Heute wollen die Leute keine großen Grabstellen mehr unterhalten, weshalb es viele leere Ecken gibt. Wie wollen wir die pflegen?“ Unter anderem das sei zu klären. Im kommenden Jahr, wenn Neuwahlen anstehen, wolle sie auf jeden Fall wieder für das Gremium kandidieren. „Ich könnte mir vorstellen, dass ich dann noch nicht alles erledigt habe“, sagt sie.

Keine Langeweile dank des Ehrenamts

Als weitere wichtige Aufgabe des Kirchenvorstands nennt Angela Wilken das Werben um neue Mitglieder. „Wir brauchen Ideen, um jüngere Leute zu binden, dürfen die Alten dabei aber nicht vernachlässigen.“

Eigentlich geht Wilken auch als Feuerwehrfrau durch, so oft wie sie ihren Mann Heinz-Dieter, ihre Tochter Anja und den Sohn Hajo in Ausübung ihrer Tätigkeit für die Brandschützer unterstützt hat. Heute halten die beiden Kinder ihre Mutter mit vier Enkeln auf Trab. Angela Wilken spricht liebevoll von ihrem „Familienverein“, für den sie Fahrdienste und Betreuungsstunden übernimmt. „Langeweile“, stellt die junggebliebene Oma fest, kenne ich nicht.“ Auch dank des Ehrenamts.

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