Ökumenische Eröffnung des Kirchenjahrs in Stuhr

Nicht irgendeine Bibel, nicht irgendein Gottesdienst

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Präsentieren die Wiedmann-Bibel: Bücherei-Leiterin Kirsten Höfener und Pastor Robert Vetter.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Die evangelische Kirchengemeinde Stuhr hat sich etwas ganz Besonderes geleistet und möchte damit nicht mehr länger hinter dem Berg halten. Sie hat eine sogenannte Wiedmann-Bibel gekauft, die in zwei Bänden das komplette Alte und Neue Testament in 3 333 Bildern wiedergibt. Interessierte können morgen einen Blick in den Wälzer werden. Eigens dafür hat die Bücherei der Kirchengemeinde eine Sonderöffnungszeit eingerichtet – und zwar nach dem ökumenischen Gottesdienst in der St-Pankratius-Kirche, der um 18 Uhr beginnt.

So wie die Bibel nicht irgendeine Bibel ist, ist der Gottesdienst nicht irgendein Gottesdienst. Denn gemeinsam laden die evangelisch-lutherische Kirche in Oldenburg und die katholische Kirche zur ökumenischen Eröffnung des Kirchenjahrs ein. Der Oldenburger Bischof Thomas Adomeit und Weihbischof Wilfried Theising aus dem Bischöflich Münsterschen Offizialat werden die Andacht gestalten, wobei Theising die Predigt hält.

Die örtlichen Pfarrer Eike Fröhlich, Helmuth Schomaker und Robert Vetter wirken ebenfalls mit. Für die Musik sorgen der gemeinsame Projektchor der Kirchengemeinden Moordeich, Stuhr und Varrel. Darüber hinaus spielt der Varreler Bläserkreis unter Leitung von Thomas Urban.

An jedem ersten Advent eines Jahres wird das Kirchenjahr ökumenisch eröffnet. Das passiert im Wechsel in einer evangelischen und einer katholischen Kirchengemeinde im Oldenburger Land. „Ich hatte im vergangenen Jahr mal den Bischof gefragt, ob das in Stuhr stattfinden kann, und es hat funktioniert“, sagt Vetter.

Nach dem Gottesdienst sind alle zu einem Empfang eingeladen. Bei dieser Gelegenheit liegt auch die 690 Euro teure Weidmann-Bibel aus. Benannt ist das einzigartige Werk nach dem Stuttgarter Willy Wiedmann (1929 bis 2013).

16 Jahre hatte er an dem mehr als einen Kilometer langen Leporello gearbeitet. Die Möglichkeit, es zu veröffentlichen, hatte er nicht. Deshalb vergrub er mit der Bilderbibel auch diesen Traum auf dem Dachboden seiner Galerie. Dort entdeckten nach dem Tod seines Vaters Martin Wiedmann die Bibel, die erstmals beim Evangelischen Kirchentag 2015 in Stuttgart zu sehen war. Als Buch wurde sie im Februar 2018 veröffentlicht.

Nach dem ersten Advent können Interessierte das Werk dauerhaft zu den Öffnungszeiten der Gemeindebücherei in Augenschein nehmen. Ausleihen darf man es allerdings nicht.

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