Neujahrsempfang des SPD-Ortsvereins Stuhr auf Gut Varrel

Juso-Gruppe gegründet

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Ehrende und Geehrte der Stuhrer SPD: (v.l.) Ingo Estermann, Helga Tiedtke, Holger Föh, Gerd Harthus, Bodo Simon, Lutz Kretschmer, Luzia Moldenhauer und Arno Büchel.

Varrel - Von Rainer Jysch. Eine große Runde begrüßte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Stuhr, Arno Büchel, gestern auf Gut Varrel. Etwa 60 Mitglieder und Gäste, darunter Weyhes Bürgermeister Andreas Bovenschulte, waren der Einladung zum traditionellen, bereits siebten Neujahrsempfang gefolgt. Nicht erscheinen war der geladene Ehrengast aus der benachbarten Hansestadt. Bremens Bürgermeister Carsten Sieling hatte sich wegen einer Grippe entschuldigen lassen.

Aus seinem Büro verlautete, dass Sieling seinen Besuch in Stuhr zur im Herbst anstehenden Kommunalwahl nachholen wolle. Ersatzweise hatte Büchel die Bassumer Landtagsabgeordnete Luzia Moldenhauer eingeladen. Sie vermochte mit ihrem Vortrag über das Leben der engagierten Publizistin Hannah Arendt (1906- 1975) einen Schwerpunkt in der Veranstaltung zu setzen.

Die Zahl der Mitglieder habe der Ortsverein mit 150 gehalten, sagte Büchel und freute sich vor allem über die neu hinzugewonnenen jüngeren Mitglieder. Dennoch gebe ihm der Altersdurchschnitt von rund 64 Jahren zu denken. „Sieben aktive Mitglieder haben vor kurzem eine Juso-Gruppe (Junge Sozialdemokraten, die Red.) gegründet. Sie arbeiten daran, dass es mehr werden“, berichtete er.

Etwa 300 Flüchtlinge seien momentan in der Gemeinde Stuhr untergebracht, so Büchel. Ein großes Lob sprach er den im Rathaus im Sozialbereich tätigen Mitarbeitern und den vielen Ehrenamtlichen aus, die sich um die Betreuung der Migranten verdient machen. Die SPD habe sich im Rat für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum eingesetzt, nicht nur für Flüchtlinge, sondern für alle. „Es geht uns gut, aber das gilt nicht für jeden Einzelnen“, meinte Büchel. Zudem geht der Bau einer Disc-Golf-Anlage auf dem Schützenplatz in Brinkum auf eine Initiative der SPD zurück. Die Anlage soll im März eingeweiht werden.

Für 2016 und darüber hinaus wolle sich der Ortsverein für stabile Finanzen und für ein gutes Miteinander von Jung und Alt einsetzen, blickte Büchel nach vorne. Ein Programm für die anstehende Kommunalwahl am 11. September wolle der Ortsverein auf seiner Mitgliederversammlung am 29. Februar verabschieden.

Bürgermeister Niels Thomsen sprach in seinem Grußwort von der kritischen Phase, in der sich Europa, Deutschland und letztlich auch die Gemeinde Stuhr befinden. „Mir als Optimisten fällt es schwer, diesen Optimismus durchzuhalten“, meinte Thomsen und verglich die Lage mit der Situation beim Fußball-Bundesligisten Werder Bremen: „Wir wissen nicht so recht, was los ist, und wissen auch nicht so recht, wo es hin geht. Das hat weniger mit Stuhr, sondern mehr mit der Lage draußen in der Welt zu tun, die aber auch auf unsere Gemeinde ausstrahlt.“ Als sehr wohltuend habe er empfunden, dass die Länder als Gewährsträger der kommunalen Selbstverwaltungshoheit jetzt wieder Sicherheit durch Rahmenbedingungen schaffen, mit denen die Gemeinden ihre Aufgaben und Probleme lösen können.

Unterbezirksvorsitzender Ingo Estermann (Diepholz) übernahm die Laudatio für die Ehrung der Jubilare. Die Bremer Ivan Romero (Saxofon) und Ralf Bensch (Gitarre) sorgten mit Lounge-Klängen für die Musik.

Für langjährige Mitgliedschaft geehrt: Günter Roschen (65 Jahre), Heinz Wilhelm Schmidt (60), Klaus Mangels, Rolf Meyer (50), Christiane Besler, Bodo Simon, Helga Tiedtke (40), Burkhardt Böse, Holger Föh, Lutz Kretschmer (25).

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