Neues Förderprogramm läuft bis 2020

MGH kann Zuschüsse flexibler einsetzen

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Tag der Kulturen im MGH: Die Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte ist künftig einer von zwei Schwerpunkten in der Arbeit der Mehrgenerationenhäuser. Archivfoto: Hapke

Brinkum - Zum 1. Januar 2017 legt der Bund ein neues Förderprogramm für Mehrgenerationenhäuser (MGH) vor. Nach Auskunft des CDU-Bundestagsabgeordneten Axel Knoerig schließt es sich direkt an das bis Ende dieses Jahres verlängerte Aktionsprogramm an. „Die bisherigen Standorte und Trägerstrukturen sollen möglichst umfassend erhalten bleiben“, sagt der Christdemokrat und fordert die Brinkumer Einrichtung zur Bewerbung auf.

Laut Knoerig wird das Bundesfamilienministerium die neuen Förderrichtlinien im April veröffentlichen und in zwei Veranstaltungen über die Ausschreibung informieren. Länder, Kommunen, kommunale Spitzenverbände sowie bisher geförderte Häuser und deren Träger würden rechtzeitig über die Details benachrichtigt.

„Das neue Bundesprogramm soll zunächst bis 2020 laufen“, erläutert Knoerig. „Die Häuser erhalten mehr Flexibilität in ihrer Arbeit, damit sie ihre Angebote besser an den Bedarfen vor Ort ausrichten können.“ Künftig werde es statt vier nur noch zwei inhaltliche Schwerpunkte geben: die Gestaltung des demografischen Wandels und die Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte. Das neue Programm sei zudem stärker auf die Zusammenarbeit mit Akteuren im kommunalen Umfeld ausgerichtet. In Stuhr also müsste die Gemeinde das MGH zum Beispiel in die Planungen des demografischen Wandels einbeziehen.

Laut Knoerig bleibt es bei der Gesamtförderung von jährlich 40000 Euro pro Einrichtung – 30000 Euro vom Bund und jeweils 5000 Euro von Land und Gemeinde. „Neu ist ein flexiblerer Einsatz der Fördermittel für Personal- und Sachkosten“, ergänzt der Abgeordnete. Demnach dürfen die Einrichtungen künftig mehr als 20000 Euro für Personalausgaben verwenden. Grund: Die Praxis habe gezeigt, „dass die Häuser leichter Sachmittel anderweitig akquirieren können.“ Der Bund fördert das MGH seit 2007 kontinuierlich im Rahmen der bisherigen Programme.

ps/ah

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