Ab August offene Pro-Dem-Sprechstunde

Neues Angebot soll Hindernisse abbauen

Kirsten Spiekermann, Susanne Schröder und Lilja Helms (v.l.) werben für ihre offene Sprechstunde. - Foto: Hapke

Brinkum - Von Andreas Hapke. Mit einem neuen Angebot wartet das Seniorenservicebüro (SSB) des Vereins Pro Dem ab dem 5. August auf: Dann laden die Mitarbeiterinnen erstmals zu einer offenen Sprechstunde ein. Künftig wollen sie jeden Freitag von 13 bis 16 Uhr rund um die Themen Alter, Pflege und Demenz informieren, ohne dass sich der Ratsuchende dafür anmelden muss.

„Warum eine offene Sprechstunde, wir informieren doch schon seit 15 Jahren?“, fragt die stellvertretende SSB-Leiterin Lilja Helms – um die Antwort gleich nachzuliefern. Bislang habe Pro Dem mit den Ratsuchenden Termine abgemacht. „Doch wir haben festgestellt, dass eine Terminvereinbarung für viele ein Hindernis darstellt, das wir unterschätzen.“ Es komme regelmäßig vor, dass jemand im Büro stehe und eine Frage habe. „Wollen wir dann einen Termin abmachen, ebbt das Interesse an einer Beratung plötzlich ab, und die Leute bagatellisieren ihr Anliegen“, hat die Gerontologin festgestellt. „Deshalb gehen wir davon aus, dass eine spontane Beratung gut genutzt wird.“

Weder Helms noch ihre beiden Kolleginnen Susanne Schröder und Kirsten Spiekermann wollen zwischen Tür und Angel Auskunft geben, sondern sich für ihre Klientel Zeit nehmen. „Oft ergibt sich ein Pflege- oder Entlastungsbedarf erst in der Beratung. Das geht nicht in zehn Minuten“, erklärt Helms. Susanne Schröder gibt ein Beispiel: „Jemand möchte wissen, ob es sich lohnt, eine Pflegestufe zu beantragen. Und dann kommt während des Gesprächs heraus: Das wäre schon vor einem Jahr notwendig gewesen.“

Neben den gesetzlichen Vorgaben der Pflegeversicherung geht es in den Beratungen erfahrungsgemäß um Probleme im Pflegealltag, Demenzformen, Entlastungs- und Unterstützungsmöglichkeiten durch ehrenamtliche Betreuung, Möglichkeiten der professionellen Pflege, Selbsthilfegruppen sowie Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.

„Solch ein Angebot gibt es in Stuhr und Weyhe derzeit meines Wissens nicht“, sagt Helms, die sich in den Sprechstunden mit Schröder und Spiekermann abwechselt. Da das Pro-Dem-Haus nicht barrierefrei ist, besteht die Möglichkeit, im Erdgeschoss zu informieren, alternativ machen die Mitarbeiterinnen auch Hausbesuche. Die Beratungen sind kostenfrei. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 0421/898 33 44 oder im Internet.

www.prodem-stuhr-weyhe.de

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