Renovierte Schulbücherei übergeben

Neuer Startplatz in das „Reich der Phantasie“

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Martin Seidel und Martina Schulz vom Förderverein übergeben die Bücherei an Schulleiterin Jutta Hisgen. Bürgermeister Niels Thomsen im Hintergrund schmökert schon ein bisschen.

Stuhr - In warmen Farben gestaltete Wände, die mit Bildern und einem verschnörkelten Spruch verziert sind: „Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie.“ An der einen Wand eine Sitz-empore aus hellem Holz, auf der grüne Kissen zum Niederlassen einladen, und an der Wand gegenüber Regale voller Bücher, unterteilt in Abteilungen, die liebevoll mit kleinen Zetteln versehen sind wie „Gruselgeschichten“ oder „Pferdegeschichten“.

„Man merkt, hier haben Frauen über die Pläne des Architekten geguckt“, scherzt Sabine Kaempfer, scheidende Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule Brinkum. Die Schulbücherei, die nun im neuen Gewand erscheint, ist so etwas wie das Abschiedsgeschenk des alten Fördervereinvorstandes, der nun den Staffelstab an seine Nachfolger übergibt. Ein Geschenk, das viel Zeit und Geld gekostet hat. 

Und Nerven bei der Firma Lackmann, vermutet Kaempfer. Denn das Projekt, das eher klein geplant gewesen war, sei mit jedem Treffen immer mehr gewachsen, so dass die Pläne entsprechend abgeändert werden mussten. Drei Jahre lang sammelte der Förderverein unermüdlich, zum Beispiel auf dem Brinkumer Schweinemarkt oder Adventsmarkt, bekam Spenden, bis die stolze Summe von etwa 12.000 Euro zusammen war.

Anstoß zu dieser Renovierung gab Martina Schulz, ebenfalls vom Förderverein. „Die alte Bücherei war gruselig“, sagt sie lachend. „Völlig veraltert, die Möbel zusammengewürfelt.“ Kein schöner Ort, um in das „Reich der Phantasie“ abzutauchen. 

„Es war ein Abstellraum für Bücher“, sagt Schulleiterin Jutta Hisgen und dankt bei der offiziellen Übergabe ausdrücklich dem Förderverein für das „unheimliche Engagement und die viele Freizeit“, die für das Projekt geopfert worden seien. Ein Beispiel dafür findet sich auch auf den Rücken der etwa 1000 Bücher, die alle mit kleinen blauen Etiketten beklebt sind. Die hat Martina Schulz in stundenlanger Heimarbeit dort befestigt.

An die „Abstellkammer“ erinnert tatsächlich nichts mehr. Auch die Kinder seien begeistert gewesen, als sie das erste Mal ihre neue Bücherei in Augenschein nehmen durften. Sie kämen gern und fühlten sich wohl.

„Dafür macht man das“, fasst  Kaempfer zusammen. Und dass der Zauber der neuen Bücherei nicht nur bei Kindern wirkt, beweist Bürgermeister Niels Thomsen, der ebenfalls zur Übergabe gekommen ist. Während die übrigen Gäste miteinander plaudern, schnappt er sich eines der Bücher und fängt an zu schmökern. Vielleicht ein kleiner Abstecher ins „Reich der Phantasie“, bevor es wieder zurück in die „Welt der Verwaltung“ geht.

juk

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