Raser im Visier

Neuer Blitzer an der B 51 in Stuhr-Fahrenhorst könnte Fahrzeuge aus beiden Richtungen messen

Säulenblitzer.
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Blitzer: In Stuhr-Fahrenhorst hat der Landkreis die stationäre Messanlage modernisiert. Die alte Anlage hat rund 35.000 Verstöße festgestellt. Erlaubt ist an der Stelle höchstens Tempo 50.

Der neue Blitzer an der Bundesstraße 51 (B 51) könnte nun auch Fahrzeuge aus beiden Richtungen erfassen. Die vom Landkreis Diepholz betriebene und modernisierte Anlage ist zwischen 6. und 7. September in den Betrieb gegangen. Das teilte Kerstin Frohburg von der Gemeinde Stuhr mit.

Fahrenhorst – Aus Richtung Bassum kommend, steht die Blitzersäule in Fahrenhorst, kurz bevor sich die Bundesstraße aufgabelt in die B 51 (Bassum) und B 439 (Groß Mackenstedt). Die Geschwindigkeit an der Kurvenlage beträgt maximal 50 Kilometer pro Stunde und soll das Tempo an der Ortseinfahrt Fahrenhorst drücken. Zuvor konnte die stationäre Messanlage, so der Fachbegriff für einen Blitzer, nur zu schnell fahrende Kraftfahrzeuge aus Richtung Süden kommend erfassen.

Umgangssprachlich werden die stationären Anlagen auch Starenkasten oder Radarfalle genannt. Eine weitere Bauform sind die Radarsäulen – wie nun in Stuhr-Fahrenhorst. Die alte stationäre Messanlage in Stuhr-Fahrenhorst wurde auf Empfehlung der Verkehrsunfallkommission im Jahre 2007 zusammen mit vier weiteren Standorten im Landkreis in Zusammenarbeit mit den zuständigen Kommunen eingerichtet. Ausschlaggebend waren seinerzeit die starke Verkehrsbelastung der Bundesstraße 51 sowie das damalige Verkehrsunfallgeschehen und der Anliegerschutz, teilt der Landkreis Diepholz auf Anfrage mit.

Die Messanlage in Stuhr-Fahrenhorst ist derzeit noch in Fahrtrichtung Bremen ausgelegt, eine Erweiterung auf die Gegenrichtung ist jedoch bei Bedarf nun ebenfalls möglich.

Meike Zum Vohrde, Sprecherin des Landkreises Diepholz

Erwartungsgemäß seien nach dem Aufstellen der Messanlage die Verkehrsverstöße und damit auch die Einnahmen im Laufe der vergangenen Jahre ständig zurückgegangen. Gleiches gilt für das Unfallgeschehen.

Bei der alten Anlage bestand Sanierungsbedarf: „Die bisherige Sensorentechnik ist stark reparaturanfällig geworden und teilweise ganz ausgefallen“, fasste es Kreisrat Jens-Hermann Kleine im Juni zusammen. Im Landkreis Diepholz stehen insgesamt neun stationäre Verkehrsüberwachungsanlagen. Außerdem stehen zwei ausgestattete Messfahrzeuge zur Verfügung.

Der derzeitige Jahresansatz für den neuen alten Blitzer im Haushalt betrage laut Meike Zum Vohrde, Sprecherin des Landkreises, bei den Verwarngeldern 25.000 Euro und 50.000 Euro bei den Bußgeldern. Diese Beträge würden vom Landkreis Diepholz als zuständiger Behörde für die Überwachung des fließenden Verkehrs vereinnahmt und zu einem Teil für die Arbeit der Verkehrssicherheit verwendet.

„Die Geschwindigkeitsüberwachungsanlage in Stuhr-Fahrenhorst ist ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Verkehrssicherheit und des Anliegerschutzes“, teilt Zum Vohrde mit. Im Laufe der vergangenen Jahre habe der Landkreis dort rund 35.000 Verstöße festgestellt und geahndet. Dabei seien auch wiederholt Überschreitungen mit mehr als 70 Kilometern pro Stunde in der geschlossenen Ortschaft gemessen worden.

Doch nicht jeder ist glücklich mit dem Einsatz des Blitzers von Fahrenhorst. „Einzelne Versuche, die Anlage in Brand zu setzen oder zu zerstören, sind gescheitert oder konnten durch die installierte Alarmanlage abgewendet werden“, so der Landkreis.

Die nun durchgeführte Umrüstung der veralteten Messtechnik auf das Laser-Scanner-Verfahren mindere außerdem erheblich den erforderlichen Unterhaltungsaufwand für die Anlage. Die notwendigen Aufwendungen für die Umrüstung beliefen sich laut Landkreis für diesen Standort auf rund 28.000  Euro. Meike Zum Vohrde betont: „Die Messanlage in Stuhr-Fahrenhorst ist derzeit noch in Fahrtrichtung Bremen ausgelegt, eine Erweiterung auf die Gegenrichtung ist jedoch bei Bedarf nun ebenfalls möglich.“

Bußgeldkatalog

Wer sich am Steuer nicht an die Temporegeln hält, muss mit Strafen rechnen. Grundsätzlich drohen Bußgelder, Punkte und Fahrverbote. Die Bußgelder sehen innerorts wie folgt aus:

bis 10 km/h - 15 Euro
11 bis 15 km/h - 25 Euro
16 bis 20 km/h - 35 Euro
21 bis 25 km/h - 80 Euro
26 bis 30 km/h - 100 Euro
31 bis 40 km/h - 160 Euro
41 bis 50 km/h - 200 Euro
51 bis 60 km/h - 280 Euro
61 bis 70 km/h - 480 Euro
mehr als 70 km/h - 680 Euro

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