100.000 Euro-Projekt 500

Neuer Beachplatz für alle Sportler: FTSV Jahn Brinkum lässt 500 Tonnen Sand verlegen

Architekt Thomas Bode, Ann-Kathrin Dannemann von der Gemeinde Stuhr, Vorsitzender Rolf Meyer, Kassenwartin Elke Gärtner und Ideengeber Mario Wittenberg beim ersten Spatenstich für den Beachplatz in Brinkum.
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Volle Konzentration, der erste Spatenstich muss sitzen: (von links) Architekt Thomas Bode, Ann-Kathrin Dannemann von der Gemeinde Stuhr, Vorsitzender Rolf Meyer, Kassenwartin Elke Gärtner und Ideengeber Mario Wittenberg.

In Brinkum entsteht ein neuer Beachplatz neben der Sporthalle Birkenstraße. In vier bis sechs Wochen soll das Projekt abgeschlossen sein. Nicht nur Volleyball ist dort dann möglich.

Brinkum – Rund 45 große Lastwagen – voll mit Sand – werden demnächst in die Brunnenstraße in Brinkum einbiegen. Dort entsteht auf dem Gelände des FTSV Jahn Brinkum ein neuer Beachplatz. Der erste Spatenstich ist getan. Rolf Meyer, Vorsitzender des Vereins, rechnet damit, dass der Platz in vier bis sechs Wochen fertig ist. Anders gesagt: „Der Sand ist schon bestellt. In diesem Jahr können wir auf jeden Fall noch auf dem Feld spielen.“

Rund 100 000 Euro kostet das Vorhaben. Der FTSV Jahn Brinkum trägt einen Anteil von 55 Prozent. Die Gemeinde Stuhr beteiligt sich mit 15 Prozent am Projekt. 30 gibt der Landessportbund Niedersachsen dazu. „Wir sind froh, einen Fördertopf gefunden zu haben“, kommentiert Rolf Meyer. Denn eine Genehmigung für den angestrebten vorzeitigen Maßnahmenbeginn zu finden, sei „eine der schwierigsten Dinge gewesen“, so Meyer. Der Rest war Formsache: „Die Zustimmung der Gemeinde kam ziemlich schnell.“

Beachplatz in Brinkum: Sandfläche von 32 mal 36 Metern

Die Sandfläche hinter der Sporthalle an der Birkenstraße wird 32 mal 36 Meter groß. „Das wird eine gewaltige Fläche, die dann multifunktional bespielbar ist“, sagt der verantwortliche Architekt Thomas Bode. „Hier sind drei Volleyballfelder oder zwei Handball- beziehungsweise Beachfußballfelder möglich“, verdeutlicht er die Dimensionen. Allerdings werde nur ein Volleyballfeld inklusive Stangen fest auf dem Platz installiert. „Der Rest ist variabel“, erklärt Bode. Der Hintergrund: „Der Platz ist nicht nur für Vereinsmitglieder, sondern eine Anlage für alle Sporttreibenden der Gemeinde“, so Vorsitzender Meyer. Entsprechend viele Sportarten seien deswegen dort möglich. Tennis, Fußball, Badminton, Volleyball – alles möglich, wenn der Zusatz „Beach“ vorangestellt wird.

Besonders stark profitiere die Kooperative Gesamtschule (KGS) Stuhr-Brinkum von dem Projekt, sagt Meyer. „Die Schüler müssen für bestimmte Sportarten nicht mehr in die Halle gehen“, erklärt er. Frank Ostersehlt, Lehrer und Fachbereichsleiter Sport an der KGS, freut sich über das zusätzliche Angebot, das die Schule durch dieses Projekt des Sportvereins bald haben wird. Unterdessen versichert er, dass die KGS dem Verein weiter dort unter die Arme greifen wird, wo es möglich ist: „Unsere Unterstützung ist bekannt und wir tun unseres dazu, damit der Verein weiter so gut dasteht.“

500 Tonnen Sand kommen nach Brinkum

Um Platz für den hellen Sand zu schaffen, trägt eine Baufirma jetzt die dunkle Erde am Beachplatz ab. „60 Zentimeter werden jetzt auf einer Fläche von 100 Quadratmetern abgetragen“, sagt Thomas Bode. Um so eine Fläche wieder befüllen zu können, bedarf es einer gehörigen Portion Sand. „Circa 500 Tonnen werden von Lkw hier hergebracht“, sagt der Architekt. Und auf die Auswahl des Materials hat der FTSV besonderen Wert gelegt. „Hier kommt Material in Indoor-Qualität hin“, erklärt Bode. Die Körnung des Sandes sei extrem klein. Elke Gärtner, Kassenwartin des Vereins, verdeutlicht: „Der Sand ist wie Puderzucker.“

Damit der neue Beachplatz möglichst langlebig ist, kommt um das komplette Gelände ein zwei Meter hoher Zaun. Der soll unnötige Verunreinigungen – zum Beispiel Tierkot – verhindern, „damit der Platz lange bespielbar bleibt“, so Bode. Zur Brunnenstraße hin installiert die Baufirma zusätzlich einen sechs Meter breiten Ballfangzaun, um den Verkehr nicht zu behindern oder gar zu gefährden. Außerdem hat Thomas Bode – ebenfalls in Richtung Brunnenstraße – einen Wallbereich eingeplant, der später als Tribüne oder Aufenthaltsbereich genutzt werden kann.

Für Uwe Drecktrah, Geschäftsführer des Kreissportbundes, ist der FTSV Jahn Brinkum ein Aushängeschild für die vorbildliche Umsetzung von Ideen. „Mit einer Deutlichkeit und Klarheit werden hier Projekte angeschoben“, sagt er.Mario Wittenberg, aktiver Sportler im Verein, hatte seinerzeit die Idee des Platzes auf den Tisch gebracht, die jetzt real wird.

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